Freitag, 13. Juli 2012

Kapitel 2

Isabella POV


Ich kam zu spät und das hieß für mich, dass ich Aufmerksamkeit auf mich zog. Und Aufmerksamkeit war schlecht. Als ich die Klasse betrat und mit gesenktem Kopf auf meinem Platz zu lief, wurde ich mit Papier beworfen. Wenigstens war es nichts anderes. Es gab auch schon Tage an denen ich draußen mit Stöcken, Müll oder sogar einmal mit Steinen beworfen wurde.

Nur noch eine Weile dann war das alles vorbei.

Als die Schulglocke zur Pause klingelte, schlich ich mich an den anderen vorbei und ging zur Toilette, da ich wissen wollte, wie meine Stirn aussah. Zaghaft warf ich einen Blick in den beschmutzen Spiegel und war erstaunt, dass es gar nicht so schlimm war, wie ich vermutet hatte. Oben Links an meiner Stirn war eine aufgeschürfte Stelle, die jedoch bereits gereinigt war und so aussah als sei sie versorgt worden.
Ich hatte gar nicht gespürt, dass Edward mich überhaupt berührt hatte, andererseits hatte ich auch meine ganze Aufmerksamkeit auf sein Äußeres gelegt. Ich sollte mich bei ihm bedanken, auch wenn ich nicht wusste wie, nachdem ich wie ein Kleinkind davongelaufen war.
Ein lächeln schlich sich auf mein Gesicht. Er hatte mit mir gesprochen und mich sogar berührt. Meine Haut begann augenblicklich zu prickeln. Ich genoss das wunderbare Gefühl, die die Erinnerungen mit sich brachte.

Doch das hielt nicht lange.

Mit eine lauten Knall flog die Toiletten Tür auf und Tanya trat mit ihrer Gefolgschaft ein. Sie blieb abrupt stehen und sah mich abfällig grinsend an.

„Na, hat der Freak sich erholt? Du bist aber auch ein tollpatschiges Stück Dreck!“, warf sie mir an den Kopf und Lauren und Jessica begannen sofort zu lachen.

Ich wollte mit gesenktem Kopf an den dreien vorbei gehen und schnell einen großen Abstand zwischen uns bringen. Jedoch gelang es mir nicht. Alle drei traten mich, als ich an ihnen vorbei ging.

Aua, immer aufs Schienbein!

Als ich die Toiletten verlassen hatte und ich das abfällige Gelächter nicht mehr hören konnte, fasste ich den Entschluss, heute einmal ein paar Stunden zu schwänzen. Ich hatte bis heute noch nie geschwänzt, aber einmal konnte ich das doch auch tun. Ich ging mit laut klopfendem Herzen zum Schultor und durchquerte es ohne Probleme mit gesenktem Kopf.
Ich wagte es nicht den Kopf zu heben, bis ich weit genug entfernt war und wusste, dass man die Schule nicht mehr sehen konnte. Ich beschloss zurück zu Edward zu gehen um mich wenigstens zu bedanken. Nur wie? Ich war schließlich wie ein Kleinkind vor ihm davon gelaufen.

Mein Blick viel auf eine McDonalds Filiale und ich erinnerte mich an den Pappbecher der von hier stammte. Er hatte sicher Hunger und brauchte etwas Warmes zu trinken. Morgens war es noch sehr kalt und er saß dort in seinem T-Shirt. Ich hatte noch ein paar Dollar in meiner Tasche und fand, dass es etwas Gutes war, in das ich investieren konnte. Da ich ja nicht wissen konnte was er mochte, kaufte ich einige Cheeseburger. Jeder mochte Cheeseburger, also konnte ich damit nicht falsch liegen.

Hoffentlich!

Abschließend besorgte ich noch einen Kaffee und nahm ein Päckchen Zucker und Milch für ihn mit. Wenn er kein Kaffee mochte, hatte ich noch genug Geld, um ihm einen Tee zu besorgen. Das war ich ihm mindestens schuldig.
Bepackt mit dem Kaffeebecher und einer braunen McDonalds Tüte trat ich den Weg zurück zu Edward an. Ich hoffte, dass er nicht weitergezogen war. Nicht jetzt, wo er mit mir gesprochen hatte. Ich machte mir keine Illusionen. Ich wusste, dass ich absoluter Durchschnitt war und die Leute mich als Freak sahen. Sie ließen es mich ja jeden Tag aufs Neue spüren.

Als ich in die Straße einbog, wo Edward sein Lager errichtet hatte, atmete ich erleichtert aus, als ich ihn auf seinem Schlafsack sitzen sah. Natürlich hatte er wieder eine Zigarette zwischen seinen langen Fingern. Die Finger, mit denen er mich berührt hatte.
Er hatte seine Arme locker auf seinen Knien liegen und starrte Finster geradeaus. Ich beobachtete, wie er seine Zigarette an seine vollen Lippen brachte und an ihr zog. Er inhalierte offensichtlich den Qualm, schloss seine Augen und kniff sich in den Nasenrücken. Dann entließ er den Rauch wieder. Ob ihn irgendwas bedrückte? Natürlich, schließlich sitzt er auf der Straße!

Desto näher ich ihm kam, desto wilder pochte mein Herz und meine Hände begannen so stark zu zittern, dass beinah der Kaffee überschwappte, trotz Deckel. Ich versuchte mich gerade zu beruhigen, als ich auf eine leere Bierdose trat und so ein lautes metallenes Geräusch verursachte.
Edwards Kopf schoss sofort zu mir und sah mich dann ziemlich perplex an. Er will dich nicht mehr sehen, er hält dich sicher für ein dummes Kind! Der Gedanke machte mir Angst und ich trat nervös von einem auf den andern Fuß. Seine Mundwinkel verzogen sich zu einem unglaublichen schiefen Lächeln, was mein Herz nur noch wilder Pochen ließ.

„Du bist wieder da.“, bemerkte er und musterte mich dabei langsam von oben bis unten.

„Ja ich...ich..ha..habdirwaszuessenmitgebracht.“

„WAT?“

Jetzt war mir das alles richtig peinlich. Ich konnte keinen geraden Satz zu Stande bringen und jetzt dachte er sicher, ich sei geistig zurück geblieben. Ich atmete tief durch.

„Ich hab dir etwas zu Essen mitgebracht, um mich zu bedanken.“

„Von Mäkkes?“

„Ja“

„Und was hast du mir mitgebracht?“

„Cheeseburger und Kaffee.“

„Fuck, du bist einfach....Süß! Okay, aber nur, wenn du mit mir isst.“

Er wollte mit mir gemeinsam essen? Ich warf einen Blick in sein Gesicht. Erwartungsvoll sah er mich an. Ich nickte und sein Lächeln wurde überwältigend. Edward klopfte auf seinen Schlafsack direkt neben sich. Ich folgte augenblicklich seiner Einladung und setzte mich neben ihn.

„Du bist früh dran heute, normalerweise sehe ich dich erst später zurückkommen. Ich meine, die Fotzen sind auch nirgends am Scheiße labern zu sehen.“ Edward schien sehr aufmerksam zu sein. Beobachtete er mich etwa?

Ich reichte ihm seinen Kaffee und stellte die Tüte mit den Cheeseburgern vor uns geöffnet hin, bevor ich zu einer Antwort ansetzte. Es war mir etwas unangenehm. Ich beobachtete noch, wie Edward einen Schluck von seinem Kaffee nahm. Sein Adamsapfel hüpfte verführerisch auf und ab während er schluckte.

„Ich hab...also ich bin gegangen. Ich mach das sonst nie, aber heute war ein Tag, wo es einfach nötig war.“ Meine Stimme war nur ein flüstern.

„Also mit gegangen meinst du das du heute auf die Schule geschissen hast, richtig? Mach dir nichts draus, bei den Fotzen müsst ich mir auch andauernd frei nehmen.“ Edward kicherte leise, als ich ihn verblüfft ansah und zwinkerte mir zu.

„Du siehst aus wie ein Reh, dem man ne Knarre vor die Nase hält. Ich penne auf einem alten Schlafsack in einer ziemlich abgefuckten Gegend. Dachtest du etwa, dass ich dich übers Knie lege und deinen Knackarsch versohle? Öhm....“

Oh mein....

Edward war abrupt verstummt und sah mich mit einem forschenden Blick an, als wenn er auf eine bestimmte Reaktion warten würde. Ich spürte wie meine Wangen unter seinem intensiven Blick anfingen zu glühen. Edward griff nach einem Cheeseburger, wickelte ihn aus dem Papier und biss beherzt hinein. Auch ich aß einen Cheeseburger, allerdings brauchte ich länger für einen als Edward.

„Du hast viele Tattoos.“, platzte es aus mir heraus, bevor ich darüber auch nur nachdenken konnte.

„Ja, ist kaum zu übersehen.“

„Ist deine ganze Brust tätowiert?“

Edward schob sich sein letztes Stück Cheeseburger in den Mund. Danach drehte er sich so, dass wir uns genau gegenüber saßen und zog sein Shirt nach oben. Als erstes viel mir der Schriftzug auf, den ich vorher nicht richtig erkennen konnte. Direkt über seiner Brust standen die Worte Fuck the World. Darunter befand sich ein Geflecht aus Mustern, das sich unter dem Schriftzug schlängelte und eine Verbindung zu seinen tätowierten Armen ebnete.
Seine Brust war klar definiert. Ich konnte die einzelnen Muskeln sehen, die sich deutlich abzeichneten. Seine Jeans saß tief auf seinen Hüften. Mein Mund wurde ganz trocken. Ich sog jede Einzelheit seines Oberkörpers in mich auf und wollte ihn am liebsten berühren.

„Baby, wenn du mich weiter Blickfickst springt mein Schwanz gleich aus der Hose.“, stieß er rau aus.

Bei seinen Worten riss ich meine Augen auf. In einer Sekunde war er süß und in der anderen sprach er so dreckig, dass ich fühlte, wie mein Höschen überschwemmt wurde. Wieso sprang ich so darauf an? Ich hatte keinerlei Erfahrung in dieser Hinsicht und er....war Obdachlos und absolut Vulgär.

„Ähm, dann wird es Zeit für eine Neue, wenn sie so instabil ist.“ Ich wusste nicht, wo ich den Mut hernahm, aber die Worte krochen einfach so aus meinem Mund.

„Scheiße, du machst mich heiß, wenn du mir kontra gibst. Das ist unglaublich sexy. Du hast dich da vollgesabbert.“ Vollgesabbert?

Edward beugte sich vor und strich vorsichtig mit seinem Daumen über meinen Mundwinkel, dann fuhr er zu meinem Kinn hinab und ein kleines Lächeln stahl sich auf sein Gesicht. Wie sehr hatte ich mich denn eingesaut?? Anschließend fuhr er wieder zu meinem Mund und sein Daumen strich langsam über meine Unterlippe. Edwards volle Lippen öffneten sich einen Spalt und er sah mich mit einem Ausdruck an den ich nicht verstand. Hatte er noch Hunger?
Er schüttelt seinen Kopf kurz als wolle er einen Gedanken vertreiben und lehnte sich zurück.
Ich war noch ganz benebelt von seiner Nähe. Schockiert beobachtete ich, wie er seinen Daumen in den Mund nahm und die rote Substanz wegleckte, die er von meinem Gesicht geschöpft hatte. Dabei griff er sich einfach in den Schritt. Oh Gott, ich hatte mich ernsthaft mit Ketschup voll geschmiert.

„Also Isabella, was ist mit dir? Wie alt bist du? Was ist deine Geschichte?“

Seine Fragen trafen mich unvorbereitet. Meine Geschichte konnte ich nicht erzählen. Es ging einfach nicht. Sie hatte einfach kein Happy End.

„Ich bin 17 und Schülerin.“ Das war knapp aber umfasste, wenigstens den jetzigen Stand meiner Person.

„Und du?“, fragte ich zaghaft. Ich brannte darauf mehr über diesen schönen Mann zu erfahren und vielleicht auch von mir ablenken.

„Ich bin 24, Single, Sternzeichen Zwillinge, wo ich wohne siehst du ja.“ Das klang nach einer Kontaktanzeige für Singles.

„Warum..warum wohnst du...also wieso...“ Ich räusperte mich.“ Wieso lebst du hier?“

Er machte einen Schmollmund und zog eine Augenbraue hoch, als müsse er überlegen, wie er es sagen solle.

„Es lief nicht gut für mich. Ich hab Musik gemacht und alles ging schief. Dann hab ich irgendwie alles verloren und bin auf der Straße gelandet. Aber das ist nur vorüber gehend.“

„Wie lange lebst du schon auf der Straße?“

„Drei Jahre. Es war nicht immer leicht. Einmal war ich auf ner Bahnhofstoilette pissen und da wollte mir doch allen ernstes so eine Schwuchtel an den Schwanz. Hab ihm die Fresse poliert und Fuck, dass hat er verdient.“ Er schüttelte sich vor Ekel.

Er tat mir jetzt noch mehr leid. Nicht nur das er schon so lange auf der Straße lebte, nein, er musste bestimmt auch viel durchgemacht haben. Seinem Gemüt merkte man es vielleicht nicht an, aber ich wusste irgendwie, dass es in ihm verborgen war.
Wir saßen noch eine ganze Weile da und unterhielten uns über alles Mögliche. Hin und wieder sagte er wieder etwas Schmutziges und brachte mich so zum erröten. Irgendwann sah ich zum Himmel und mir viel auf das er seltsam Orange wirkte. Da viel es mir wie Schuppen von den Augen. Es war schon fast Abend.

„Oh Gott, ich muss gehen. Ich ...also…der Tag war sehr schön...aber...aber...“

Edward unterbrach mich.

„Wowowow....bleib ruhig, wo willst du jetzt hin. Ich mein, es ist noch nicht so spät und Fuck, es ist grade so...also Fuck, nein, du gehst jetzt nicht.“ Er klang ziemlich bestimmend, doch ich musste gehen. Meine Mutter würde mich umbringen. Sicher hatte sie schon lange trotz ihres Suffzustandes mitbekommen, dass ich nicht da war.

„Es tut mir so leid, aber ich muss gehen. Ich komm wieder, versprochen.“ Während ich das sagte, griff ich mir schon meine Tasche und sprang auf.

„FUCK SCHEIßE NEIN!“

Ich ignorierte ihn und rannte los. Das es ihm so viel ausmachte das ich ging, brachte mich zum Lächeln. Ich rannte so schnell ich konnte den Weg nach Hause. Ich schaffte es sogar dabei nicht zu stolpern. Als ich vor der Haustür stand und in meiner Tasche kramte viel mir ein, dass ich meinen Schlüssel in meinem Zimmer auf der Kommode hatte liegen lassen. Also musste ich klingeln.
Nach dem ersten Klingeln passierte nichts auch nicht nach dem zweiten oder dritten. Ich begann wild zu schellen und hörte plötzlich das Knistern der Gegensprechanlage. Meine Mutter lallte in den Hörer.

„Ja wer is daaaa?“

„Mum ich bin es, lass mich bitte rein.“

„DU HURE! Vergiss es duuuuu kanns mal schööön drausen bleiiben.“

Das konnte sie nicht ernst meinen. Nachts war es hier nicht sicher. Hier tummelten sich immer die ganzen Schläger und Dealer.

„Mum bitte, bitte tu das nicht,“ ein lautes Schluchzen entrang meiner Kehle “ich flehe dich an, lass mich rein, bitte.“

„NEIN.“

Und damit legte sie auf. Tränen rannen über meinem Gesicht. Ich klingelte noch eine Weile, aber sie reagierte einfach nicht. Ich brach auf der Treppe zusammen und weinte. Ich ließ die Tränen einfach laufen. Das würde eine schreckliche Nacht werden.

„FUCK, SO EINE SCHEIßE.“

Ich erkannte die Stimme sofort. Es war Edward. Aber was tat er hier. Ich sah ihn durch meinen Tränenschleier um die Ecke biegen. Er war voll beladen mit Rucksack, eingerolltem Schlafsack und Gitarrenkoffer. Abschließend hatte er auch noch eine Zigarette im Mund, die er jedoch verlor, als er mich entdeckte.

„Isabella? Was tust du um die Zeit hier unten. Fuck, ich dachte, du musst nach Hause? Scheiße hast du geweint?“

Edward kam auf mich zu gelaufen und kniete sich dann vor mich hin. Seinen Schlafsack ließ er achtlos zu Boden fallen. Mit seinen Händen umfasste er mein Gesicht und zwang mich so ihn anzusehen.

„Was ist los?“

„Ich...ich....ich...“ Heftige Schluchzer schüttelten mich. “ich weiß...weiß...nicht wohin.“

„Fuck, also zuerst beruhigst du dich mal und dann kommst du mit mir mit. Ich kenne da ein verlassenes Gebäude. Ich penne da nachts immer. Ist ne sichere Sache. Also ….kommst du mit?“ Ich nickte. Ich wusste ja nicht, was ich sonst tun sollte. Hier war es gleich nicht mehr sicher.

Edward schnappte sich wieder seinen Schlafsack. Als wir losgingen, umfasste er mit seinem freien Arm meine Taille und zog mich an seine Seite. Ich ließ es zu, vor allem aber auch, weil ich es selber mochte.
Wir gingen durch ziemlich üble Gegenden und durch einige Seitenstraßen. Kurz kam mir der Gedanke, dass Edward ja auch ein Vergewaltiger sein könnte. Doch das konnte ich mir selber nicht glauben. Das passte nicht zu ihm.
Nach dem wir in einer ruhigen Gegend angekommen waren steuerte Edward ein altes Gebäude an, das schon mal bessere Zeiten gesehen hatte. Wir betraten das Haus, nachdem Edward die Tür mit einem Blechstück aufgehebelt hatte. Er führte mich in den hintersten Raum und schloss die Tür nachdem wir beide drin waren.

Der Raum war ziemlich herunter gekommen. Von den Wänden blätterte die Farbe ab und vor dem Fenster hingen alte kaputte Gardinen. Es gab eine Matratze, die auf dem Boden lag und eine alte Campinglampe, die Edward gerade anzündete.
Ich beobachtete, wie er eine Wolldecke aus seinem Rucksack zog und sie über der Matratze ausbreitete. Dann schmiss er den Schlafsack oben drauf. Ich setzte mich vorsichtig neben Edward auf die Matratze und starrte auf meine Hände.

„Danke, dass du mich mitgenommen hast.“, flüsterte ich.

„Scheiße, du musst dich nicht bedanken. Ich mein, ist ja nicht meine Bude.“ Er grinste mich schelmisch an und ich musste es augenblicklich erwidern.

„Wieso wusstest du nicht wo du hin solltest?“

Ich schüttelte den Kopf. Wollte es ihm einfach nicht sagen. Ich konnte nicht über meine Mutter reden, die Tag für Tag betrunken war. Er nickte, als wenn er verstehen würde, dass ich nicht darüber sprechen wollte. So saßen wir einige Zeit da ohne zu sprechen. Meine Augenlider wurden immer schwerer, bis Edward es bemerkte.

„Lass uns schlafen. Sonst pennst du noch im sitzen. Ähm...ich dreh mich um und du machst dich fertig zum Schlafen? Ich guck auch nicht, ehren Wort.“ Damit drehte er sich um, kickte seine Schuhe von seinen Füßen und begann seine Hose zu öffnen.

Sollte ich meine auch ausziehen? Wahrscheinlich merkte er das. Ich beschloss es einfach zu tun. Es war sicher bequemer und Edward hatte sich ja weg gedreht. Ich meine, er zog seine Hose schließlich auch aus. Ich kickte meine Turnschuhe von den Füßen, zog meine Jacke aus und riss mir die Hose von den Hüften. Sobald ich sie los war, schmiss ich alles vor die Matratze und rutschte unter den Schlafsack.
Ein Blick zu Edward zeigte mir, dass er nicht nur seine Hose ausgezogen hatte, auch sein Shirt lag auf den Boden und offenbarte seinen tätowierten Rücken. Er war voll von verschlungenen Mustern und Symbolen. Mein Mund wurde schon wider trocken und meine Wangen begannen zu brennen. Seine Stimme riss mich aus meinem Gestarre.

„Kann ich mich umdrehen?“

„Äh, ja.“

Edward drehte sich augenblicklich mit einer geschmeidigen Bewegung zu mir und biss kurz auf seine volle unter Lippe. Mein Blick glitt wie aus Reflex zu seinen Shorts.

Oh mein...

Aus seinem rechten Bein seiner Shorts lugte rot und feucht und absolut hart seine Erektion. Mein Kopf wurde heiß, mein Herz raste, meine Augen wurden groß und in meiner Hose wurde es jetzt sehr feucht. Edward hob erst seine Augenbrauen fragend und blickte dann nach unten.

„Oh Shit, mein Schwanz ist zu lang für die Shorts und ich mach mir Gedanken darüber, dass ich ja nicht nackt schlafen kann, wie immer und dann schaut der einfach raus, als würde er nach dir suchen. Ach Fuck drauf...“ Und mit diesen Worten riss er sich die Shorts von den Beinen und schlenderte zu mir, legte sich zu mir unter den Schlafsack und grinste selbstzufrieden.

Oh mein Gott!

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