Isabella POV
Ich
kam zu spät und das hieß für mich, dass ich Aufmerksamkeit auf mich
zog. Und Aufmerksamkeit war schlecht. Als ich die Klasse betrat und mit
gesenktem Kopf auf meinem Platz zu lief, wurde ich mit Papier beworfen.
Wenigstens war es nichts anderes. Es gab auch schon Tage an denen ich
draußen mit Stöcken, Müll oder sogar einmal mit Steinen beworfen wurde.
Nur noch eine Weile dann war das alles vorbei.
Als
die Schulglocke zur Pause klingelte, schlich ich mich an den anderen
vorbei und ging zur Toilette, da ich wissen wollte, wie meine Stirn
aussah. Zaghaft warf ich einen Blick in den beschmutzen Spiegel und war
erstaunt, dass es gar nicht so schlimm war, wie ich vermutet hatte. Oben
Links an meiner Stirn war eine aufgeschürfte Stelle, die jedoch bereits
gereinigt war und so aussah als sei sie versorgt worden.
Ich hatte
gar nicht gespürt, dass Edward mich überhaupt berührt hatte,
andererseits hatte ich auch meine ganze Aufmerksamkeit auf sein Äußeres
gelegt. Ich sollte mich bei ihm bedanken, auch wenn ich nicht wusste
wie, nachdem ich wie ein Kleinkind davongelaufen war.
Ein lächeln
schlich sich auf mein Gesicht. Er hatte mit mir gesprochen und mich
sogar berührt. Meine Haut begann augenblicklich zu prickeln. Ich genoss
das wunderbare Gefühl, die die Erinnerungen mit sich brachte.
Doch das hielt nicht lange.
Mit
eine lauten Knall flog die Toiletten Tür auf und Tanya trat mit ihrer
Gefolgschaft ein. Sie blieb abrupt stehen und sah mich abfällig grinsend
an.
„Na, hat der Freak sich erholt? Du bist aber auch ein
tollpatschiges Stück Dreck!“, warf sie mir an den Kopf und Lauren und
Jessica begannen sofort zu lachen.
Ich wollte mit gesenktem Kopf
an den dreien vorbei gehen und schnell einen großen Abstand zwischen uns
bringen. Jedoch gelang es mir nicht. Alle drei traten mich, als ich an
ihnen vorbei ging.
Aua, immer aufs Schienbein!
Als ich die
Toiletten verlassen hatte und ich das abfällige Gelächter nicht mehr
hören konnte, fasste ich den Entschluss, heute einmal ein paar Stunden
zu schwänzen. Ich hatte bis heute noch nie geschwänzt, aber einmal
konnte ich das doch auch tun. Ich ging mit laut klopfendem Herzen zum
Schultor und durchquerte es ohne Probleme mit gesenktem Kopf.
Ich
wagte es nicht den Kopf zu heben, bis ich weit genug entfernt war und
wusste, dass man die Schule nicht mehr sehen konnte. Ich beschloss
zurück zu Edward zu gehen um mich wenigstens zu bedanken. Nur wie? Ich
war schließlich wie ein Kleinkind vor ihm davon gelaufen.
Mein
Blick viel auf eine McDonalds Filiale und ich erinnerte mich an den
Pappbecher der von hier stammte. Er hatte sicher Hunger und brauchte
etwas Warmes zu trinken. Morgens war es noch sehr kalt und er saß dort
in seinem T-Shirt. Ich hatte noch ein paar Dollar in meiner Tasche und
fand, dass es etwas Gutes war, in das ich investieren konnte. Da ich ja
nicht wissen konnte was er mochte, kaufte ich einige Cheeseburger. Jeder
mochte Cheeseburger, also konnte ich damit nicht falsch liegen.
Hoffentlich!
Abschließend
besorgte ich noch einen Kaffee und nahm ein Päckchen Zucker und Milch
für ihn mit. Wenn er kein Kaffee mochte, hatte ich noch genug Geld, um
ihm einen Tee zu besorgen. Das war ich ihm mindestens schuldig.
Bepackt
mit dem Kaffeebecher und einer braunen McDonalds Tüte trat ich den Weg
zurück zu Edward an. Ich hoffte, dass er nicht weitergezogen war. Nicht
jetzt, wo er mit mir gesprochen hatte. Ich machte mir keine Illusionen.
Ich wusste, dass ich absoluter Durchschnitt war und die Leute mich als
Freak sahen. Sie ließen es mich ja jeden Tag aufs Neue spüren.
Als
ich in die Straße einbog, wo Edward sein Lager errichtet hatte, atmete
ich erleichtert aus, als ich ihn auf seinem Schlafsack sitzen sah.
Natürlich hatte er wieder eine Zigarette zwischen seinen langen Fingern.
Die Finger, mit denen er mich berührt hatte.
Er hatte seine Arme
locker auf seinen Knien liegen und starrte Finster geradeaus. Ich
beobachtete, wie er seine Zigarette an seine vollen Lippen brachte und
an ihr zog. Er inhalierte offensichtlich den Qualm, schloss seine Augen
und kniff sich in den Nasenrücken. Dann entließ er den Rauch wieder. Ob
ihn irgendwas bedrückte? Natürlich, schließlich sitzt er auf der Straße!
Desto
näher ich ihm kam, desto wilder pochte mein Herz und meine Hände
begannen so stark zu zittern, dass beinah der Kaffee überschwappte,
trotz Deckel. Ich versuchte mich gerade zu beruhigen, als ich auf eine
leere Bierdose trat und so ein lautes metallenes Geräusch verursachte.
Edwards
Kopf schoss sofort zu mir und sah mich dann ziemlich perplex an. Er
will dich nicht mehr sehen, er hält dich sicher für ein dummes Kind! Der
Gedanke machte mir Angst und ich trat nervös von einem auf den andern
Fuß. Seine Mundwinkel verzogen sich zu einem unglaublichen schiefen
Lächeln, was mein Herz nur noch wilder Pochen ließ.
„Du bist wieder da.“, bemerkte er und musterte mich dabei langsam von oben bis unten.
„Ja ich...ich..ha..habdirwaszuessenmitgebracht.“
„WAT?“
Jetzt
war mir das alles richtig peinlich. Ich konnte keinen geraden Satz zu
Stande bringen und jetzt dachte er sicher, ich sei geistig zurück
geblieben. Ich atmete tief durch.
„Ich hab dir etwas zu Essen mitgebracht, um mich zu bedanken.“
„Von Mäkkes?“
„Ja“
„Und was hast du mir mitgebracht?“
„Cheeseburger und Kaffee.“
„Fuck, du bist einfach....Süß! Okay, aber nur, wenn du mit mir isst.“
Er
wollte mit mir gemeinsam essen? Ich warf einen Blick in sein Gesicht.
Erwartungsvoll sah er mich an. Ich nickte und sein Lächeln wurde
überwältigend. Edward klopfte auf seinen Schlafsack direkt neben sich.
Ich folgte augenblicklich seiner Einladung und setzte mich neben ihn.
„Du
bist früh dran heute, normalerweise sehe ich dich erst später
zurückkommen. Ich meine, die Fotzen sind auch nirgends am Scheiße labern
zu sehen.“ Edward schien sehr aufmerksam zu sein. Beobachtete er mich
etwa?
Ich reichte ihm seinen Kaffee und stellte die Tüte mit den
Cheeseburgern vor uns geöffnet hin, bevor ich zu einer Antwort ansetzte.
Es war mir etwas unangenehm. Ich beobachtete noch, wie Edward einen
Schluck von seinem Kaffee nahm. Sein Adamsapfel hüpfte verführerisch auf
und ab während er schluckte.
„Ich hab...also ich bin gegangen.
Ich mach das sonst nie, aber heute war ein Tag, wo es einfach nötig
war.“ Meine Stimme war nur ein flüstern.
„Also mit gegangen
meinst du das du heute auf die Schule geschissen hast, richtig? Mach dir
nichts draus, bei den Fotzen müsst ich mir auch andauernd frei nehmen.“
Edward kicherte leise, als ich ihn verblüfft ansah und zwinkerte mir
zu.
„Du siehst aus wie ein Reh, dem man ne Knarre vor die Nase
hält. Ich penne auf einem alten Schlafsack in einer ziemlich abgefuckten
Gegend. Dachtest du etwa, dass ich dich übers Knie lege und deinen
Knackarsch versohle? Öhm....“
Oh mein....
Edward war
abrupt verstummt und sah mich mit einem forschenden Blick an, als wenn
er auf eine bestimmte Reaktion warten würde. Ich spürte wie meine Wangen
unter seinem intensiven Blick anfingen zu glühen. Edward griff nach
einem Cheeseburger, wickelte ihn aus dem Papier und biss beherzt hinein.
Auch ich aß einen Cheeseburger, allerdings brauchte ich länger für
einen als Edward.
„Du hast viele Tattoos.“, platzte es aus mir heraus, bevor ich darüber auch nur nachdenken konnte.
„Ja, ist kaum zu übersehen.“
„Ist deine ganze Brust tätowiert?“
Edward
schob sich sein letztes Stück Cheeseburger in den Mund. Danach drehte
er sich so, dass wir uns genau gegenüber saßen und zog sein Shirt nach
oben. Als erstes viel mir der Schriftzug auf, den ich vorher nicht
richtig erkennen konnte. Direkt über seiner Brust standen die Worte Fuck
the World. Darunter befand sich ein Geflecht aus Mustern, das sich
unter dem Schriftzug schlängelte und eine Verbindung zu seinen
tätowierten Armen ebnete.
Seine Brust war klar definiert. Ich konnte
die einzelnen Muskeln sehen, die sich deutlich abzeichneten. Seine Jeans
saß tief auf seinen Hüften. Mein Mund wurde ganz trocken. Ich sog jede
Einzelheit seines Oberkörpers in mich auf und wollte ihn am liebsten
berühren.
„Baby, wenn du mich weiter Blickfickst springt mein Schwanz gleich aus der Hose.“, stieß er rau aus.
Bei
seinen Worten riss ich meine Augen auf. In einer Sekunde war er süß und
in der anderen sprach er so dreckig, dass ich fühlte, wie mein Höschen
überschwemmt wurde. Wieso sprang ich so darauf an? Ich hatte keinerlei
Erfahrung in dieser Hinsicht und er....war Obdachlos und absolut Vulgär.
„Ähm,
dann wird es Zeit für eine Neue, wenn sie so instabil ist.“ Ich wusste
nicht, wo ich den Mut hernahm, aber die Worte krochen einfach so aus
meinem Mund.
„Scheiße, du machst mich heiß, wenn du mir kontra
gibst. Das ist unglaublich sexy. Du hast dich da vollgesabbert.“
Vollgesabbert?
Edward beugte sich vor und strich vorsichtig mit
seinem Daumen über meinen Mundwinkel, dann fuhr er zu meinem Kinn hinab
und ein kleines Lächeln stahl sich auf sein Gesicht. Wie sehr hatte ich
mich denn eingesaut?? Anschließend fuhr er wieder zu meinem Mund und
sein Daumen strich langsam über meine Unterlippe. Edwards volle Lippen
öffneten sich einen Spalt und er sah mich mit einem Ausdruck an den ich
nicht verstand. Hatte er noch Hunger?
Er schüttelt seinen Kopf kurz als wolle er einen Gedanken vertreiben und lehnte sich zurück.
Ich
war noch ganz benebelt von seiner Nähe. Schockiert beobachtete ich, wie
er seinen Daumen in den Mund nahm und die rote Substanz wegleckte, die
er von meinem Gesicht geschöpft hatte. Dabei griff er sich einfach in
den Schritt. Oh Gott, ich hatte mich ernsthaft mit Ketschup voll
geschmiert.
„Also Isabella, was ist mit dir? Wie alt bist du? Was ist deine Geschichte?“
Seine
Fragen trafen mich unvorbereitet. Meine Geschichte konnte ich nicht
erzählen. Es ging einfach nicht. Sie hatte einfach kein Happy End.
„Ich bin 17 und Schülerin.“ Das war knapp aber umfasste, wenigstens den jetzigen Stand meiner Person.
„Und
du?“, fragte ich zaghaft. Ich brannte darauf mehr über diesen schönen
Mann zu erfahren und vielleicht auch von mir ablenken.
„Ich bin 24, Single, Sternzeichen Zwillinge, wo ich wohne siehst du ja.“ Das klang nach einer Kontaktanzeige für Singles.
„Warum..warum wohnst du...also wieso...“ Ich räusperte mich.“ Wieso lebst du hier?“
Er machte einen Schmollmund und zog eine Augenbraue hoch, als müsse er überlegen, wie er es sagen solle.
„Es
lief nicht gut für mich. Ich hab Musik gemacht und alles ging schief.
Dann hab ich irgendwie alles verloren und bin auf der Straße gelandet.
Aber das ist nur vorüber gehend.“
„Wie lange lebst du schon auf der Straße?“
„Drei
Jahre. Es war nicht immer leicht. Einmal war ich auf ner
Bahnhofstoilette pissen und da wollte mir doch allen ernstes so eine
Schwuchtel an den Schwanz. Hab ihm die Fresse poliert und Fuck, dass hat
er verdient.“ Er schüttelte sich vor Ekel.
Er tat mir jetzt noch
mehr leid. Nicht nur das er schon so lange auf der Straße lebte, nein,
er musste bestimmt auch viel durchgemacht haben. Seinem Gemüt merkte man
es vielleicht nicht an, aber ich wusste irgendwie, dass es in ihm
verborgen war.
Wir saßen noch eine ganze Weile da und unterhielten
uns über alles Mögliche. Hin und wieder sagte er wieder etwas
Schmutziges und brachte mich so zum erröten. Irgendwann sah ich zum
Himmel und mir viel auf das er seltsam Orange wirkte. Da viel es mir wie
Schuppen von den Augen. Es war schon fast Abend.
„Oh Gott, ich muss gehen. Ich ...also…der Tag war sehr schön...aber...aber...“
Edward unterbrach mich.
„Wowowow....bleib
ruhig, wo willst du jetzt hin. Ich mein, es ist noch nicht so spät und
Fuck, es ist grade so...also Fuck, nein, du gehst jetzt nicht.“ Er klang
ziemlich bestimmend, doch ich musste gehen. Meine Mutter würde mich
umbringen. Sicher hatte sie schon lange trotz ihres Suffzustandes
mitbekommen, dass ich nicht da war.
„Es tut mir so leid, aber ich
muss gehen. Ich komm wieder, versprochen.“ Während ich das sagte, griff
ich mir schon meine Tasche und sprang auf.
„FUCK SCHEIßE NEIN!“
Ich
ignorierte ihn und rannte los. Das es ihm so viel ausmachte das ich
ging, brachte mich zum Lächeln. Ich rannte so schnell ich konnte den Weg
nach Hause. Ich schaffte es sogar dabei nicht zu stolpern. Als ich vor
der Haustür stand und in meiner Tasche kramte viel mir ein, dass ich
meinen Schlüssel in meinem Zimmer auf der Kommode hatte liegen lassen.
Also musste ich klingeln.
Nach dem ersten Klingeln passierte nichts
auch nicht nach dem zweiten oder dritten. Ich begann wild zu schellen
und hörte plötzlich das Knistern der Gegensprechanlage. Meine Mutter
lallte in den Hörer.
„Ja wer is daaaa?“
„Mum ich bin es, lass mich bitte rein.“
„DU HURE! Vergiss es duuuuu kanns mal schööön drausen bleiiben.“
Das konnte sie nicht ernst meinen. Nachts war es hier nicht sicher. Hier tummelten sich immer die ganzen Schläger und Dealer.
„Mum bitte, bitte tu das nicht,“ ein lautes Schluchzen entrang meiner Kehle “ich flehe dich an, lass mich rein, bitte.“
„NEIN.“
Und
damit legte sie auf. Tränen rannen über meinem Gesicht. Ich klingelte
noch eine Weile, aber sie reagierte einfach nicht. Ich brach auf der
Treppe zusammen und weinte. Ich ließ die Tränen einfach laufen. Das
würde eine schreckliche Nacht werden.
„FUCK, SO EINE SCHEIßE.“
Ich
erkannte die Stimme sofort. Es war Edward. Aber was tat er hier. Ich
sah ihn durch meinen Tränenschleier um die Ecke biegen. Er war voll
beladen mit Rucksack, eingerolltem Schlafsack und Gitarrenkoffer.
Abschließend hatte er auch noch eine Zigarette im Mund, die er jedoch
verlor, als er mich entdeckte.
„Isabella? Was tust du um die Zeit hier unten. Fuck, ich dachte, du musst nach Hause? Scheiße hast du geweint?“
Edward
kam auf mich zu gelaufen und kniete sich dann vor mich hin. Seinen
Schlafsack ließ er achtlos zu Boden fallen. Mit seinen Händen umfasste
er mein Gesicht und zwang mich so ihn anzusehen.
„Was ist los?“
„Ich...ich....ich...“ Heftige Schluchzer schüttelten mich. “ich weiß...weiß...nicht wohin.“
„Fuck,
also zuerst beruhigst du dich mal und dann kommst du mit mir mit. Ich
kenne da ein verlassenes Gebäude. Ich penne da nachts immer. Ist ne
sichere Sache. Also ….kommst du mit?“ Ich nickte. Ich wusste ja nicht,
was ich sonst tun sollte. Hier war es gleich nicht mehr sicher.
Edward
schnappte sich wieder seinen Schlafsack. Als wir losgingen, umfasste er
mit seinem freien Arm meine Taille und zog mich an seine Seite. Ich
ließ es zu, vor allem aber auch, weil ich es selber mochte.
Wir
gingen durch ziemlich üble Gegenden und durch einige Seitenstraßen. Kurz
kam mir der Gedanke, dass Edward ja auch ein Vergewaltiger sein könnte.
Doch das konnte ich mir selber nicht glauben. Das passte nicht zu ihm.
Nach
dem wir in einer ruhigen Gegend angekommen waren steuerte Edward ein
altes Gebäude an, das schon mal bessere Zeiten gesehen hatte. Wir
betraten das Haus, nachdem Edward die Tür mit einem Blechstück
aufgehebelt hatte. Er führte mich in den hintersten Raum und schloss die
Tür nachdem wir beide drin waren.
Der Raum war ziemlich herunter
gekommen. Von den Wänden blätterte die Farbe ab und vor dem Fenster
hingen alte kaputte Gardinen. Es gab eine Matratze, die auf dem Boden
lag und eine alte Campinglampe, die Edward gerade anzündete.
Ich
beobachtete, wie er eine Wolldecke aus seinem Rucksack zog und sie über
der Matratze ausbreitete. Dann schmiss er den Schlafsack oben drauf. Ich
setzte mich vorsichtig neben Edward auf die Matratze und starrte auf
meine Hände.
„Danke, dass du mich mitgenommen hast.“, flüsterte ich.
„Scheiße,
du musst dich nicht bedanken. Ich mein, ist ja nicht meine Bude.“ Er
grinste mich schelmisch an und ich musste es augenblicklich erwidern.
„Wieso wusstest du nicht wo du hin solltest?“
Ich
schüttelte den Kopf. Wollte es ihm einfach nicht sagen. Ich konnte
nicht über meine Mutter reden, die Tag für Tag betrunken war. Er nickte,
als wenn er verstehen würde, dass ich nicht darüber sprechen wollte. So
saßen wir einige Zeit da ohne zu sprechen. Meine Augenlider wurden
immer schwerer, bis Edward es bemerkte.
„Lass uns schlafen. Sonst
pennst du noch im sitzen. Ähm...ich dreh mich um und du machst dich
fertig zum Schlafen? Ich guck auch nicht, ehren Wort.“ Damit drehte er
sich um, kickte seine Schuhe von seinen Füßen und begann seine Hose zu
öffnen.
Sollte ich meine auch ausziehen? Wahrscheinlich merkte er
das. Ich beschloss es einfach zu tun. Es war sicher bequemer und Edward
hatte sich ja weg gedreht. Ich meine, er zog seine Hose schließlich
auch aus. Ich kickte meine Turnschuhe von den Füßen, zog meine Jacke aus
und riss mir die Hose von den Hüften. Sobald ich sie los war, schmiss
ich alles vor die Matratze und rutschte unter den Schlafsack.
Ein
Blick zu Edward zeigte mir, dass er nicht nur seine Hose ausgezogen
hatte, auch sein Shirt lag auf den Boden und offenbarte seinen
tätowierten Rücken. Er war voll von verschlungenen Mustern und Symbolen.
Mein Mund wurde schon wider trocken und meine Wangen begannen zu
brennen. Seine Stimme riss mich aus meinem Gestarre.
„Kann ich mich umdrehen?“
„Äh, ja.“
Edward
drehte sich augenblicklich mit einer geschmeidigen Bewegung zu mir und
biss kurz auf seine volle unter Lippe. Mein Blick glitt wie aus Reflex
zu seinen Shorts.
Oh mein...
Aus seinem rechten Bein
seiner Shorts lugte rot und feucht und absolut hart seine Erektion. Mein
Kopf wurde heiß, mein Herz raste, meine Augen wurden groß und in meiner
Hose wurde es jetzt sehr feucht. Edward hob erst seine Augenbrauen
fragend und blickte dann nach unten.
„Oh Shit, mein Schwanz ist
zu lang für die Shorts und ich mach mir Gedanken darüber, dass ich ja
nicht nackt schlafen kann, wie immer und dann schaut der einfach raus,
als würde er nach dir suchen. Ach Fuck drauf...“ Und mit diesen Worten
riss er sich die Shorts von den Beinen und schlenderte zu mir, legte
sich zu mir unter den Schlafsack und grinste selbstzufrieden.
Oh mein Gott!
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