HomelessPunkRockward POV
„FUCK!!“
So ein verdammter Dreck. Jetzt hatte ich endlich die Gelegenheit gehabt mit ihr zu sprechen und was macht Sie?
Sie lässt mich wider stehen....
Warum
konnte ich auch nicht meine scheiß Fresse halten und musste meinen
Schwanz sprechen lassen! Ich hatte es sicher genau deswegen wieder
verbockt. So ein DRECK! Sie war weg und mein scheiß Schwanz war hart und
wollte in ihre Fotze, die sicher warm und seidig war... Das machte
diese ganze abgefuckte Situation jetzt auch nicht besser.
Seit
Wochen ging sie mir nicht mehr aus dem Kopf. Ihr braunes Haar, diese
unglaublichen Augen, die mich so scheu ansahen, wenn sich unsere Blicke
trafen und dieser verfickte Fick-mich-Mund! Gott, sie war sicher der
Teufel getarnt als unschuldiges Mädchen.
Aber sie schien nicht von
mir angewidert zu sein. Okay, ich penne zwar auf der Straße, aber das
heißt nicht, dass ich vor mich hin gammle und stinke wie ein Haufen
Scheiße. Es gab ja schließlich die gute alte
Bahnhofstoilette/Drogentreff/Arschficker Partykammer.
Gut, da musste
man schon aufpassen, dass nicht plötzlich ein Rentner versuchte in
deinen armen Arsch zu ficken, aber sonst konnte man sich da echt gut
waschen.
Und selbst als ich ihr gesagt hatte, dass mir einer der
besagten Schwuchteln versucht hatte an den Schwanz zu grapschen und das
ich diesen dann zu Brei geschlagen hatte, wich sie nicht vor mir zurück.
Sie nahm es hin.
Sie war so verfickt süß und hatte mir doch
tatsächlich was von Mäkkes mitgebracht. Ich mein, ich hatte ihr zwar
geholfen ihren Kopf zu verarzten, aber wer hätte sich schon die Mühe
gemacht, einem Penner mal eben was zu essen zu bringen. Den Kaffee mal
nicht zu vergessen.
Und als ich ihr dann meine Tattoos auf der
Brust gezeigt hatte. Man, sie hatte mich so Blickgefickt, dass war nicht
mehr zum Aushalten. Ihre Blicke lösten eine Gänsehaut vom allerfeinsten
bei mir aus und sie tat das nicht mal absichtlich.
Als ich ihr dann
sagte, dass von ihrem Blickgeficke gleich mein Schwanz aus der Hose
springen würde, da gab sie mir contra und machte damit alles nur
schlimmer. Viel schlimmer.
Nicht das ich mir heute Morgen schon einen
runterholen musste, nachdem ich sie verarztet hatte, nein, ich dachte,
ich müsse sofort noch mal loslegen.
Das es mich sogar geil gemacht
hatte, dass sie sich mit etwas Ketschup beschmiert hatte, schoss den
Vogel ja bald ab. Ich reagierte anscheinend auf alles was sie betraf.
Die daraufhin folgende Nähe verschlug mir den Atem. Sie lies es einfach
zu das ich sie von dem Ketschup befreite. Beinah hätte ich sie auf
offener Straße gevögelt. Aber ich wusste mich zu beherrschen. Also
leckte ich nur meinen Daumen ab, an dem noch der Ketschup klebte und
verlagerte meinen Schwanz in meiner Hose.
Ich bekam nichts über
sie raus. Mal abgesehen davon, dass sie 17 und Schülerin war. Aber sonst
nix. Aber ich war ja nicht besser. Was hätte ich sagen sollen? Hab die
Frau meines Managers in den Arsch gefickt, als ich voll drauf war und er
hat uns erwischt? Das hat meine Musikkarriere ruiniert, aber hey, macht
nichts, hab mir das in den Arsch ficken von verheirateten Frauen
abgewöhnt? Klar das wäre gut gekommen.
Also gab ich eine ebenso schwammige Beschreibung von mir wie Sie es auch getan hatte.
Und dann war sie wieder weg einfach so und ich saß hier fluchend und verstand Isabella einfach nicht.
Es
war mittlerweile dunkel und ich packte meinen Scheiß zusammen, denn
nachts konnte man hier nicht bleiben, auch wenn man sich ordentlich mit
andern Wichsen konnte. Allein kam man einfach nicht weit.
Und dann
sah ich sie, wie ein Haufen elend in sich zusammen gesackt und sie
weinte. Und ich wollte jeden Bastard abschlachten und foltern, der ihr
weh getan hatte. Sie sagte, sie wisse nicht wo sie hin sollte, also hab
ich sie kurzerhand einfach mitgenommen. Denn ich würde sie sicher nicht
nachts in so einer Gegend allein lassen und vor allem hatte ich so eine
ganze verfickte Nacht mit ihr.
Ich brachte Sie zu dem verlassenen
Haus, wo ich nachts immer pennte und richtete eine notdürftige
Schlafinsel her. Sie zog sich aus, ich drehte mich um und überlegte
gerade, dass ich ja diesmal nicht nackt schlafen könne und dann drehte
ich mich, nur in meiner Boxer bekleidet, wieder um und BÄMS..... Sie
starrte wie gebannt auf meinen Schritt und dann folgte ich ihrem Blick
und ...tja was sagt ein Mann da bloß?
Sorry für meinen zu großen Schwanz?
Warte erst mal bis du meine Eier siehst?
Gut,
er lugte mit seinem Kopf aus einem Hosenbein raus und er war mächtig
prall und tropfte sogar ein wenig. Aber hey, dass war keine Absicht.
Also hatte sich die Sache mit dem ‚Ich kann ja nicht Nackt schlafen’
auch erledigt und ich zog einfach meine Shorts aus, schlenderte zu
Isabella, die mich verfickt Süß ansah und schlüpfte zu ihr unter den
Schlafsack und konnte ein selbstzufriedenes Grinsen nicht unterdrücken.
Und jetzt lagen wir hier auf einer alten Matratze sie ziemlich steif und
ich ziemlich geil. Sie rutschte etwas unruhig umher.
„Ähm...ähm...Gute
Nacht …Edward…Schlaf schön.“, flüsterte sie mir stockend entgegen und
meine Mundwinkel verzogen sich noch mehr zu einem Grinsen.
„Oh
das werde ich. Wenn irgendetwas sein sollte, kannst du mich wecken.“ Ich
fixierte ihren Blick. „Egal worum es geht. Du kannst mich wegen allem
wecken, auch wenn es dich juckt. Okay?“
Jetzt sah sie aus wie ein
angeschossenes Reh, jedoch nickte sie und ich fühlte so etwas wie
Hoffnung. Isabella drehte sich auf die Seite und wand mir so ihren
Rücken zu, der auch sehr ansehnlich war. Ohne Pullover sicher noch mehr.
Ich verschränkte locker meine Arme hinter meinem Kopf und überließ mich
dem Schlaf.
Der hielt allerdings nicht lange, denn ein zaghaftes
Stöhnen riss mich aus meinen wilden Sexträumen, in denen ich gerade
Isabella vögelte. Verschlafen runzelte ich meine Stirn, hatte ich das
doch nur geträumt?
„Aaaahhhh...“, kam es leise von Isabella und
sie wand sie etwas. Scheiße jetzt war mein Schwanz noch härter als hart,
nämlich Stahlhart! FUCK! Wollte mich das kleine Mädchen fertig machen
mit ihrem leisen Gestöhne? Ein Blick zu ihr zeigt mir, dass sie nicht
nur einen feuchten Traum hatte, nein, sie MASTURBIERTE!
„Fuckfuckfuckfuckfuckfuck“, entkam es mir leise.
Sie
hatte sich aus ihrem Teil des Schlafsackes befreit und hatte ihre
rechte Hand in ihrem weißen Höschen vergraben. Sanfte Kreise zog ihre
Hand. Shit, ich wollte meine Hand in ihr Höschen stecken und mit ihrer
kleinen Muschi spielen. Aber warum nicht? Sie schlief doch und wollte es
anscheinend. Ich würde ihr nur einen Gefallen tun.
Ein Grinsen
stahl sich auf mein Gesicht, die Vorfreude war groß und das Verlangen
noch viel größer. Vorsichtig rutschte ich zu ihr hinüber und nahm meinen
eigenen Schwanz in die Hand. Hey, wenn sie Spaß hatte, wollte ich auch
welchen.
„Hhhmmmmm...aaahhhhh...“ Fuck, ihr entkamen einfach die
verführerischsten Töne, die ich je gehört hatte und ich hatte viele
Schlampen Stöhnen gehört, aber die konnten bei weitem nicht mit dem
unschuldigen Mädchen vor mir mithalten.
Vorsichtig ließ ich die
feuchte Spitze meines Schwanzes an ihrem cremigen Oberschenkel entlang
fahren. Shit, sie war so weich. Langsam begann ich meinen Schwanz zu
wichsen, während ich die Spitze ohne Unterbrechung gegen ihren
Oberschenkel fahren ließ. Mit meinen Fingerspitzen berührte ich sanft
ihre rechte Hand, mit der sie sich selbst streichelte. Ich war
fasziniert davon, wie sie sich selbst Vergnügen bereitete. Kein Porno
der Welt konnte mir mehr Vergnügen bereiten, als das was sich gerade vor
mir abspielte.
Ich konnte mich nicht mehr beherrschen. Scheiß aufs
beherrschen, sie rubbelt sich ihre Kitty vor meiner Nase. Also schwang
ich mich kurzerhand auf sie, jedoch so, dass sie mich noch nicht spüren
konnte. Ich hatte die jetzt zwischen meinen Beinen. Meinen Schwanz
wichste ich immer noch. Ich brachte mein Gesicht ganz nah an das ihre,
so dass ich ihren köstlichen Atem auf meinem Gesicht spüren konnte. Sie
brachte mich in eine Art Rausch.
„Kleines, schmutziges,
masturbierendes Mädchen, wach auf und wichs meinen Zauberstab.“,
Singsang ich in ihr Ohr. Im Märchen funktioniert der Scheiß doch immer
mit den Vögeln und dem Singen und dem ganzen Scheiß.
Sie runzelte
leicht ihre Stirn und ihre Bewegungen kamen ins Stocken, dann öffneten
sich langsam ihre Augen und sie sah direkt in meine. Sie hielt abrupt
den Atem an und wurde knall rot. Ich fühlte, wie sie langsam ihre Hand
bewegte, die noch in ihrem Höschen steckte. Bevor sie sie jedoch heraus
nehmen konnte, ergriff ich sie und drückte mehr aus versehen einen ihrer
Finger in ihr kleines Loch. Sie warf aufgrund dieses Gefühls den Kopf
in den Nacken und stöhnte erneut hemmungslos.
„Ja Baby das ist es, stöhn für mich.“
„Oh Gott...oh bitte, bitte...ich bitte…“, entkam es ihr beinah flüsternd.
Ihre
Augen waren krampfhaft zusammen gekniffen und ihr Atem ging stoßweise.
Es war der verfluchte Wahnsinn zu sehen, wie ich sie mit meiner Hilfe
selber befriedigte. Ich begann ihre Hand zu bewegen. Ich zog ihren
Finger langsam raus, so dass sie nur noch mit der Kuppe drin war, nur um
ihn gleich darauf wieder mit einer kraftvollen Bewegung rein zu rammen.
Sie
schrie so laut vor Lust, dass ich mir sicher war, dass man sie noch
zehn Straßen weiter hören konnte. Ich konnte ihr weiches Haar dort unten
fühlen. Normalerweise liebte ich rasierte Pussys, aber bei ihr wäre ich
enttäuscht gewesen, wenn mich da unten Glätte begrüßt hätte. Das hätte
etwas von ihrer Unschuld genommen, auf die ich so verflucht scharf war.
Mit
einer Hand griff Sie mir in mein Haar und begann daran zu zerren, dass
es schon beinahe schmerzhaft war. Ich fasste das einfach mal als
Einladung auf und presste meine Lippen auf ihre. Ich musste laut
Aufstöhnen als ich ihre weichen, vollen Lippen an meinen spürte. Sie
erwiderte auch sofort meinen Kuss. Ich küsste sonst nie, aber bei ihr
wollte ich es, nein streich das, es war eine Notwendigkeit. Ihre
vorwitzige kleine Zunge berührte meine Lippen die sich sofort öffneten,
als hätte sie ’Sesam öffne dich’ gesagt oder so ein Scheiß.
Unsere
Zungen fochten einen kleinen Kampf aus, den ich gewann. Sie war einfach
nicht der dominante Typ. Ich hingegen schon. Ich spürte wie mein Schwanz
immer weiter anschwoll und wusste, dass es bald soweit sein würde.
Isabella schien auch nah zu sein. Sie gab immer noch die köstlichsten
Laute von sich und ihr Atmen wurde immer schwerer an meinen Lippen.
„Komm schon Isabella. Komm für mich...lass los.“, flüsterte ich ihr rau entgegen. Auch ich würde gleich abspritzen.
Kurzerhand
zog ich ihre Hand aus dem Höschen, was sie enttäuscht wimmern ließ und
griff jedoch direkt wieder mit meiner eigenen Hand hinein. Ohne lange zu
fackeln, schob ich meinen Mittelfinger tief in ihr feuchtes, warmes
Paradies. Fuck....
Ich war verloren, denn genau in diesem Moment kam
sie und wie sie kam. Sie schrie laut meinen Namen und bäumte sich dabei
so weit auf, dass ich aus ihr hinaus rutschte und dabei ihr Höschen
etwas hinab zog. Das führte dazu, dass ihr Schamhaar meine Schwanzspitze
berührte.
Ich war fertig, ich gab auf und kam laut keuchend, spritze
das gute Zeug über ihren Venushügel und ihren entblößten Bauch. Dabei
presste ich meine Lippen wieder auf ihre und keuchte dabei als wäre ich
gerade drei Runden um den Block gerannt.
Als wir beide mit
unserem Gebrülle und Gestöhne fertig waren, lies ich meinen Körper auf
ihren sinken und legte meine Stirn an ihren Hals. Wir schwitzen beide
wie die Schweine und das, obwohl es eigentlich beschissen kalt war. So
lagen wir eine Weile da und keiner von uns sagte auch nur einen Piep.
Irgendwann jedoch musste ich mich von ihr abrollen, da der Scheiß sicher
unbequem war.
Als ich auf meinem Rücken lag, betrachtete ich ihren
Körper. Ich entdeckte sofort die Spuren meines Spermas, die sich auf
ihrem Bauch und in ihrem Schamhaar zeigten. Ihr Höschen war noch immer
etwas herab gezogen und zeigte mir einen guten Ausblick auf ihre Pussy.
„Machst...machst du das…öfter?“
Ich
hatte nicht mit so einer Frage gerechnet. Was glaubte sie, wer ich war?
Ein verkackter Playboy? Okay das war ich früher mal, aber jetzt doch
nicht. Die Schlampen sprangen nicht auf Penner an. Ist halt einfach so.
„Fuck,
nein. Du bist aber auch selbst schuld. Was stöhnst du auch wie so ein
geiler Pornostar neben mir rum? Kein wunder, dass ich dich da sofort
vögeln will. Es sah zwar nicht so aus, aber wenn der Scheiß dir nicht
gefallen...“ Ich war aus irgendeinem Grund in Erklärungsnot, als wäre
das, was ich getan hatte, falsch gewesen.
„NEIN, das ist es
nicht. Ich mochte es wirklich unglaublich gern. Ich...ich meine...also
du hast...mich hat noch keiner...so...also angefasst.“, flüsterte sie
beschämt und verbarg ihr Gesicht mit ihren schönen kleinen Händen. Die
Schwanzträger der Welt waren blinde Wichser. Und das machte mich gerade
zum glücklichsten Ficker der Welt.
„Das muss dir nicht peinlich sein. Mir gefällt der unschuldige Scheiß an dir.“
„Aber wir kennen uns kaum und ich hab…also grade das ...war das nicht zu früh?“
„Ob
heute oder morgen wen juckts? Mich nicht und es hat dir doch gefallen.
Du wolltest es. Und ich hab es dir gegeben. Mit diesem Finger.“
Stolz
hielt ich meinen Mittelfinger in dir Höhe und sie wurde noch roter. Er
glänzte noch etwas von ihren Säften. Nur mal probieren.... Ich konnte
nichts dafür, ich musste meinen Finger ablecken. Sonst beschmierte ich
noch irgendwas mit meinem neu ernannten Glücksfinger. Okay, dass redete
ich mir ein, aber eigentlich wollte ich einfach nur ihr Pussy
abschlabbern.
„Sag mal Bella...“ Sie versteifte sich plötzlich am ganzen Körper.
„NENN.MICH.NICHT.SO!“
Die Stimmung war abrupt gekippt. Scheiße. Was hatte Sie denn. Was war an Bella so schlimm. Das Kürzel passte doch perfekt.
„Was
zum Fuck hast du? Du bist einfach Bella, also solltest du auch Bella
genannt werden.“ Meine Mama meinte mal, dass ich meine Fresse nicht
halten kann, wenn es Zeit ist. Sie hatte recht.
Mit Schrecken sah
ich wie Isabella begann zu zittern und sich in ihr schönes Haar griff.
Sie zog so fest an ihren schweren Locken, dass ich dachte, sie würde
sich die Scheiße gleich ausreißen. Ihre Augen waren so fest zu
gekniffen, dass sich kleine Fältchen an ihren Augenwinkeln bildeten. Die
Knöchel ihrer Finger zeichneten sich weiß unter ihrer schönen Haut ab.
Sie begann zu krampfen und ich hatte eine scheiß Angst, dass sie
vielleicht ihre Zunge verschlucken könnte.
Weil ich nicht wusste was
ich tun sollte und mit der Scheiße auch total überfordert war,
umklammerte ich Sie einfach von der Seite und hielt sie in der Hoffnung,
dass diese verfickten Krämpfe nachlassen würden.
„Nein...nein...nein...nein...nein
...“, flüsterte sie wie ein Mantra. Es klang, als wolle sie irgendeinen
Scheiß vertreiben. Ich wollte auch eine Menge Scheiße vertreiben.
Ich
spürte wie ihr Körper langsam aufhörte zu zittern. Als ihr Körper
wieder ganz ruhig war und sie ihre kleinen Hände aus ihrem Haar löste,
ließ ich sie los und rückte etwas von ihr ab.
„Danke...aber...aber bitte...nenn mich nie wieder...so, okay?“, fragte sie mich leise.
Ich
nickte zustimmend. Wenn sie so nicht genannt werden wollte, würde ich
es lassen und ich würde sie auch lieber nicht darauf ansprechen, wieso
sie so ausgeflippt war wegen dem Scheiß. Auch wenn ich es gerne wissen
wollte.
Ich sah zu, wie sie mit hochrotem Kopf vorsichtig ihr Höschen
wieder hochziehen wollte, ich hielt sie jedoch davon ab. Fragend sah
sie mir in die Augen.
„Babe, ich hab dich voll gespritzt. Lass
mich den Scheiß erst wegmachen.“, sagte ich bestimmend und schwang mich
von der Matratze.
Seelenruhig schlenderte ich zu meinem Rucksack
und kramte nach einem der Papiertücher, die ich aus einer
Bahnhofstoilette hatte mitgehen lassen. Mit einem Tuch bewaffnet
schlenderte ich zu Isabella zurück und blieb vor der Matratze stehen.
Sie sah verschüchtert auf die Matratze. Süßes versautes Mädchen.
Ich
kniete mich vor sie hin und begann gewissenhaft damit, meine Wichse von
ihrem Körper zu wischen. Es gab etwas, das ich sie fragen wollte, seit
ich sie das erste Mal gesehen hatte. Seit sie mit gesenktem Kopf und
hängenden Schultern die Straße entlang geschlurft war und mich in ihren
Bann gezogen hatte.
„Geh mit mir aus.“
Klasse. Ich klang
wie ein beschissener Feldwebel, der seinem Soldaten sagte, was er zu tun
hatte. Sie musste sicher denken, dass ich ein scheiß Idiot sei. Ihr
leises Kichern riss mich aus meinen Gedanken. Fuck. Es war so verdammt
schön zu hören. Mein Blick glitt zu ihrem blassen Gesicht, ein kleines
Grinsen umspielte ihre kleinen vollen Lippen. Und dann nickte sie und
ich war verloren.
Sie hatte Ja gesagt. Fuck, ich spürte, wie sich
mein eigener Mund zu einem dümmlichen, spacken Lächeln verzog. Schnell
versuchte ich meine beschissenen Gesichtszüge unter Kontrolle zu
bekommen und setzte mein aller bestes Fick-mich-Grinsen auf.
„Gut...also
wie wär’s mit morgen?“, fragte ich sie und tat dabei so, als sei ich
der lockerste Schwanzträger überhaupt. Sie brauchte ja nicht wissen,
dass ich nervös wie eine Pussy war.
„Ähm…morgen....morgen ...Ok.“
Ich
liebte dieses Flüstern von Antworten, obwohl mir geflüsterter Dirty
Talk noch besser gefallen würde. Ich schmiss das Tuch mit dem ich meine
Wichse weggewischt hatte in die nächste Ecke und schlüpfte wieder unter
meinen Schlafsack. Isabella zog gerade ihr Höschen wieder
hoch....leider.
„Okay, also was hältst du von fünf Uhr, da wo ich immer bin?“
„Ok.“
„Gut.“
„Ja“
„Du bist echt schüchtern, hm?“
„Ein wenig...du aber überhaupt nicht.“ Als sie das sagte, glitt ihr Blick über meine nackte Brust.
„Nein
bin ich nicht. Wozu auch? Mir bringt das nichts, aber jetzt mach deine
hübschen Glubscher zu und schlaf. Ich will, dass du morgen fit bist. Und
keine geilen Selbstbefriedigungsattacken mehr, sonst darfst du mir
heute noch den Schwanz abmelken und das nicht mit deiner Hand.“
Sie
wurde so rot, dass jede Tomate neben ihr blass aussehen würde und
versteckte ihr Gesicht hinter ihren kleinen zerbrechlichen Händen. Ich
packte ihre Handgelenke und zog ihre Hände hinab, denn ich wollte ihr
süßes Gesicht sehen. Sie biss sich auf ihre volle Unterlippe und sah
mich schüchtern an. Sie hatte verdammt lange Wimpern, verdammt.
Ich
nahm ihr Gesicht in meine Hände und drückte meine Lippen auf ihre. Ein
kleines keuchen entkam mir bei dem Gefühl, das sich sofort bei mir breit
machte. Aber so schnell der Kuss begonnen hatte, so schnell war er
vorbei. Ich wollte sie nicht wieder wie ein Sexbesessener besteigen.
Selig
lächelnd schloss sie ihre Augen, flüsterte mir ein verdammt süßes Gute
Nacht zu und schlief ein. Mit Isabella an meine Seite gedrückt, schlief
auch ich schnell ein. Mein abgefucktes Leben kam mir gerade gar nicht so
übel vor. Jedoch war der nächste morgen ernüchternd.
Ich wachte
alleine mit einem Steifen auf. Nur ein kleiner Zettel von Isabella, auf
dem stand, dass sie sich auf nachher freuen würde, erinnerte mich daran,
dass es gestern kein Traum gewesen war. Fuck, ich hatte heute ein Date
mit diesem verdammt süßen Wesen.
Scheiße...ich brauchte Kohle.
Ich wollte Sie richtig ausführen, nicht so ein scheiß Date, wo sie mit
mir auf einem dreckigen Boden sitzen musste. Nein, es musste eins sein,
wo wir in einem dieser teuren Schuppen waren und sie nur das Beste
bekam. Ich sprang auf und zog mich sofort an. Wenn ich bis heute Abend
genug Geld haben wollte, musste ich sofort los.
Ich machte mich auf
den Weg zu einem Underground Schuppen. Okay, es war eher ein Keller, der
als Fight Club diente. Die hatten sich eindeutig zu sehr von Chuck
Palahniuk beeinflussen lassen. Aber mir sollte der Scheiß egal sein. Ich
brauchte die Kohle und wenn das bedeutete, dass ich mich ordentlich mit
einem anderen Sack wichsen musste, dann war das eben so.
Der Club
hatte keinen Namen. Sie wollten absolute Anonymität. Wer wollte schon
Stress mit den Bullen? Ich ging eine Steintreppe hinunter und klopfte
gegen die schwere, verrostete Eisentür. Eine kleine Klappe öffnete sich
und dunkle Augen sahen mich prüfend an.
„Solum fortissimi superesse.”, sagte ich ihm und er öffnete sofort die Tür.
Die
Scheißer benutzen ernsthaft ein Passwort an der Tür. Nur die Stärksten
überleben. Ich konnte noch ein wenig Latein von früher aus der Schule,
sonst würde ich wohl nicht wissen, was ich ihm da gerade gesagt hatte.
Ich
ging einen langen Flur entlang, der von ein paar einsamen Glühbirnen
erleuchtet waren. Die meisten von ihnen flackerten. In der eigentlichen
Halle war die Sau los. Ein Haufen Kerle standen um den großen Käfig rum,
wo sich gerade zwei Typen gegenseitig die Fresse polierten und grölten
was das Zeug hielt.
Ich schlenderte zum Empfang und blieb vor James
stehen. Ihm gehörte der Schuppen. Er war ein riesen Arschloch und man
musste jedes Mal damit drohen, ihm seine verdammten Eier abzuschneiden,
damit man seine komplette Kohle bekam.
„Edward mein Freund, hab dich ja lange nicht mehr gesehen. Willst du kämpfen oder Wetten?“
Flachwichser.
„Kämpfen. Hast du jemanden?“
„Ja, da ist jemand, der noch einen Gegner sucht. Nämlich The Machine. Traust du dir das zu?“
„Ja, ja wie viel?“
„Wenn du ihn platt machst 100 Lappen.“
„Willst du mich verarschen James? Jetzt mach mir ein besseres Angebot.“
„Okay 300, aber nur weil du es bist.“
Mit so viel Geld konnte ich Isabella einen verdammt spektakulären Abend bieten. Einen Abend den ihrer würdig war.
„Abgemacht. Wann geht’s los?“
„In 30 Minuten. Sei pünktlich.“
Ich
ging direkt nach hinten in die Umkleide und zog mein Shirt aus. Ich
würde gleich ordentlich schwitzen und ich hatte auch kein Bock, dass der
Penner mir mit seinen Blut gleich die Klamotten versaut.
Eine halbe Stunde später stand ich mit einer Zigarette im Mund im Käfig und wartete auf den Typen, der sich The Machine nannte.
Er
kam fünf Minuten zu spät, was mich schon ordentlich anpisste. Aber als
er dann kam, dachte ich mir für eine Sekunde, dass es vielleicht doch
besser gewesen wäre, vorher genau zu fragen, wieso der Kerl sich so
nannte.
Vor mir baute sich ein Schrank von einem Wichser auf. Er
war mindesten zwei Köpfe größer als ich und auch doppelt so breit.
Seine Glatze glänzte im Licht.
Ich schnippte meine Kippe weg und
trat nah an ihn heran. Fuck, ich würde mich jetzt sicher nicht wie eine
gottverdammte Pussy aufführen. Ich tat das für Isabella.
Der Gong erklang und The Machine holte aus.
Scheiße.....
Dienstag, 7. August 2012
Freitag, 13. Juli 2012
Kapitel 2
Isabella POV
Ich kam zu spät und das hieß für mich, dass ich Aufmerksamkeit auf mich zog. Und Aufmerksamkeit war schlecht. Als ich die Klasse betrat und mit gesenktem Kopf auf meinem Platz zu lief, wurde ich mit Papier beworfen. Wenigstens war es nichts anderes. Es gab auch schon Tage an denen ich draußen mit Stöcken, Müll oder sogar einmal mit Steinen beworfen wurde.
Nur noch eine Weile dann war das alles vorbei.
Als die Schulglocke zur Pause klingelte, schlich ich mich an den anderen vorbei und ging zur Toilette, da ich wissen wollte, wie meine Stirn aussah. Zaghaft warf ich einen Blick in den beschmutzen Spiegel und war erstaunt, dass es gar nicht so schlimm war, wie ich vermutet hatte. Oben Links an meiner Stirn war eine aufgeschürfte Stelle, die jedoch bereits gereinigt war und so aussah als sei sie versorgt worden.
Ich hatte gar nicht gespürt, dass Edward mich überhaupt berührt hatte, andererseits hatte ich auch meine ganze Aufmerksamkeit auf sein Äußeres gelegt. Ich sollte mich bei ihm bedanken, auch wenn ich nicht wusste wie, nachdem ich wie ein Kleinkind davongelaufen war.
Ein lächeln schlich sich auf mein Gesicht. Er hatte mit mir gesprochen und mich sogar berührt. Meine Haut begann augenblicklich zu prickeln. Ich genoss das wunderbare Gefühl, die die Erinnerungen mit sich brachte.
Doch das hielt nicht lange.
Mit eine lauten Knall flog die Toiletten Tür auf und Tanya trat mit ihrer Gefolgschaft ein. Sie blieb abrupt stehen und sah mich abfällig grinsend an.
„Na, hat der Freak sich erholt? Du bist aber auch ein tollpatschiges Stück Dreck!“, warf sie mir an den Kopf und Lauren und Jessica begannen sofort zu lachen.
Ich wollte mit gesenktem Kopf an den dreien vorbei gehen und schnell einen großen Abstand zwischen uns bringen. Jedoch gelang es mir nicht. Alle drei traten mich, als ich an ihnen vorbei ging.
Aua, immer aufs Schienbein!
Als ich die Toiletten verlassen hatte und ich das abfällige Gelächter nicht mehr hören konnte, fasste ich den Entschluss, heute einmal ein paar Stunden zu schwänzen. Ich hatte bis heute noch nie geschwänzt, aber einmal konnte ich das doch auch tun. Ich ging mit laut klopfendem Herzen zum Schultor und durchquerte es ohne Probleme mit gesenktem Kopf.
Ich wagte es nicht den Kopf zu heben, bis ich weit genug entfernt war und wusste, dass man die Schule nicht mehr sehen konnte. Ich beschloss zurück zu Edward zu gehen um mich wenigstens zu bedanken. Nur wie? Ich war schließlich wie ein Kleinkind vor ihm davon gelaufen.
Mein Blick viel auf eine McDonalds Filiale und ich erinnerte mich an den Pappbecher der von hier stammte. Er hatte sicher Hunger und brauchte etwas Warmes zu trinken. Morgens war es noch sehr kalt und er saß dort in seinem T-Shirt. Ich hatte noch ein paar Dollar in meiner Tasche und fand, dass es etwas Gutes war, in das ich investieren konnte. Da ich ja nicht wissen konnte was er mochte, kaufte ich einige Cheeseburger. Jeder mochte Cheeseburger, also konnte ich damit nicht falsch liegen.
Hoffentlich!
Abschließend besorgte ich noch einen Kaffee und nahm ein Päckchen Zucker und Milch für ihn mit. Wenn er kein Kaffee mochte, hatte ich noch genug Geld, um ihm einen Tee zu besorgen. Das war ich ihm mindestens schuldig.
Bepackt mit dem Kaffeebecher und einer braunen McDonalds Tüte trat ich den Weg zurück zu Edward an. Ich hoffte, dass er nicht weitergezogen war. Nicht jetzt, wo er mit mir gesprochen hatte. Ich machte mir keine Illusionen. Ich wusste, dass ich absoluter Durchschnitt war und die Leute mich als Freak sahen. Sie ließen es mich ja jeden Tag aufs Neue spüren.
Als ich in die Straße einbog, wo Edward sein Lager errichtet hatte, atmete ich erleichtert aus, als ich ihn auf seinem Schlafsack sitzen sah. Natürlich hatte er wieder eine Zigarette zwischen seinen langen Fingern. Die Finger, mit denen er mich berührt hatte.
Er hatte seine Arme locker auf seinen Knien liegen und starrte Finster geradeaus. Ich beobachtete, wie er seine Zigarette an seine vollen Lippen brachte und an ihr zog. Er inhalierte offensichtlich den Qualm, schloss seine Augen und kniff sich in den Nasenrücken. Dann entließ er den Rauch wieder. Ob ihn irgendwas bedrückte? Natürlich, schließlich sitzt er auf der Straße!
Desto näher ich ihm kam, desto wilder pochte mein Herz und meine Hände begannen so stark zu zittern, dass beinah der Kaffee überschwappte, trotz Deckel. Ich versuchte mich gerade zu beruhigen, als ich auf eine leere Bierdose trat und so ein lautes metallenes Geräusch verursachte.
Edwards Kopf schoss sofort zu mir und sah mich dann ziemlich perplex an. Er will dich nicht mehr sehen, er hält dich sicher für ein dummes Kind! Der Gedanke machte mir Angst und ich trat nervös von einem auf den andern Fuß. Seine Mundwinkel verzogen sich zu einem unglaublichen schiefen Lächeln, was mein Herz nur noch wilder Pochen ließ.
„Du bist wieder da.“, bemerkte er und musterte mich dabei langsam von oben bis unten.
„Ja ich...ich..ha..habdirwaszuessenmitgebracht.“
„WAT?“
Jetzt war mir das alles richtig peinlich. Ich konnte keinen geraden Satz zu Stande bringen und jetzt dachte er sicher, ich sei geistig zurück geblieben. Ich atmete tief durch.
„Ich hab dir etwas zu Essen mitgebracht, um mich zu bedanken.“
„Von Mäkkes?“
„Ja“
„Und was hast du mir mitgebracht?“
„Cheeseburger und Kaffee.“
„Fuck, du bist einfach....Süß! Okay, aber nur, wenn du mit mir isst.“
Er wollte mit mir gemeinsam essen? Ich warf einen Blick in sein Gesicht. Erwartungsvoll sah er mich an. Ich nickte und sein Lächeln wurde überwältigend. Edward klopfte auf seinen Schlafsack direkt neben sich. Ich folgte augenblicklich seiner Einladung und setzte mich neben ihn.
„Du bist früh dran heute, normalerweise sehe ich dich erst später zurückkommen. Ich meine, die Fotzen sind auch nirgends am Scheiße labern zu sehen.“ Edward schien sehr aufmerksam zu sein. Beobachtete er mich etwa?
Ich reichte ihm seinen Kaffee und stellte die Tüte mit den Cheeseburgern vor uns geöffnet hin, bevor ich zu einer Antwort ansetzte. Es war mir etwas unangenehm. Ich beobachtete noch, wie Edward einen Schluck von seinem Kaffee nahm. Sein Adamsapfel hüpfte verführerisch auf und ab während er schluckte.
„Ich hab...also ich bin gegangen. Ich mach das sonst nie, aber heute war ein Tag, wo es einfach nötig war.“ Meine Stimme war nur ein flüstern.
„Also mit gegangen meinst du das du heute auf die Schule geschissen hast, richtig? Mach dir nichts draus, bei den Fotzen müsst ich mir auch andauernd frei nehmen.“ Edward kicherte leise, als ich ihn verblüfft ansah und zwinkerte mir zu.
„Du siehst aus wie ein Reh, dem man ne Knarre vor die Nase hält. Ich penne auf einem alten Schlafsack in einer ziemlich abgefuckten Gegend. Dachtest du etwa, dass ich dich übers Knie lege und deinen Knackarsch versohle? Öhm....“
Oh mein....
Edward war abrupt verstummt und sah mich mit einem forschenden Blick an, als wenn er auf eine bestimmte Reaktion warten würde. Ich spürte wie meine Wangen unter seinem intensiven Blick anfingen zu glühen. Edward griff nach einem Cheeseburger, wickelte ihn aus dem Papier und biss beherzt hinein. Auch ich aß einen Cheeseburger, allerdings brauchte ich länger für einen als Edward.
„Du hast viele Tattoos.“, platzte es aus mir heraus, bevor ich darüber auch nur nachdenken konnte.
„Ja, ist kaum zu übersehen.“
„Ist deine ganze Brust tätowiert?“
Edward schob sich sein letztes Stück Cheeseburger in den Mund. Danach drehte er sich so, dass wir uns genau gegenüber saßen und zog sein Shirt nach oben. Als erstes viel mir der Schriftzug auf, den ich vorher nicht richtig erkennen konnte. Direkt über seiner Brust standen die Worte Fuck the World. Darunter befand sich ein Geflecht aus Mustern, das sich unter dem Schriftzug schlängelte und eine Verbindung zu seinen tätowierten Armen ebnete.
Seine Brust war klar definiert. Ich konnte die einzelnen Muskeln sehen, die sich deutlich abzeichneten. Seine Jeans saß tief auf seinen Hüften. Mein Mund wurde ganz trocken. Ich sog jede Einzelheit seines Oberkörpers in mich auf und wollte ihn am liebsten berühren.
„Baby, wenn du mich weiter Blickfickst springt mein Schwanz gleich aus der Hose.“, stieß er rau aus.
Bei seinen Worten riss ich meine Augen auf. In einer Sekunde war er süß und in der anderen sprach er so dreckig, dass ich fühlte, wie mein Höschen überschwemmt wurde. Wieso sprang ich so darauf an? Ich hatte keinerlei Erfahrung in dieser Hinsicht und er....war Obdachlos und absolut Vulgär.
„Ähm, dann wird es Zeit für eine Neue, wenn sie so instabil ist.“ Ich wusste nicht, wo ich den Mut hernahm, aber die Worte krochen einfach so aus meinem Mund.
„Scheiße, du machst mich heiß, wenn du mir kontra gibst. Das ist unglaublich sexy. Du hast dich da vollgesabbert.“ Vollgesabbert?
Edward beugte sich vor und strich vorsichtig mit seinem Daumen über meinen Mundwinkel, dann fuhr er zu meinem Kinn hinab und ein kleines Lächeln stahl sich auf sein Gesicht. Wie sehr hatte ich mich denn eingesaut?? Anschließend fuhr er wieder zu meinem Mund und sein Daumen strich langsam über meine Unterlippe. Edwards volle Lippen öffneten sich einen Spalt und er sah mich mit einem Ausdruck an den ich nicht verstand. Hatte er noch Hunger?
Er schüttelt seinen Kopf kurz als wolle er einen Gedanken vertreiben und lehnte sich zurück.
Ich war noch ganz benebelt von seiner Nähe. Schockiert beobachtete ich, wie er seinen Daumen in den Mund nahm und die rote Substanz wegleckte, die er von meinem Gesicht geschöpft hatte. Dabei griff er sich einfach in den Schritt. Oh Gott, ich hatte mich ernsthaft mit Ketschup voll geschmiert.
„Also Isabella, was ist mit dir? Wie alt bist du? Was ist deine Geschichte?“
Seine Fragen trafen mich unvorbereitet. Meine Geschichte konnte ich nicht erzählen. Es ging einfach nicht. Sie hatte einfach kein Happy End.
„Ich bin 17 und Schülerin.“ Das war knapp aber umfasste, wenigstens den jetzigen Stand meiner Person.
„Und du?“, fragte ich zaghaft. Ich brannte darauf mehr über diesen schönen Mann zu erfahren und vielleicht auch von mir ablenken.
„Ich bin 24, Single, Sternzeichen Zwillinge, wo ich wohne siehst du ja.“ Das klang nach einer Kontaktanzeige für Singles.
„Warum..warum wohnst du...also wieso...“ Ich räusperte mich.“ Wieso lebst du hier?“
Er machte einen Schmollmund und zog eine Augenbraue hoch, als müsse er überlegen, wie er es sagen solle.
„Es lief nicht gut für mich. Ich hab Musik gemacht und alles ging schief. Dann hab ich irgendwie alles verloren und bin auf der Straße gelandet. Aber das ist nur vorüber gehend.“
„Wie lange lebst du schon auf der Straße?“
„Drei Jahre. Es war nicht immer leicht. Einmal war ich auf ner Bahnhofstoilette pissen und da wollte mir doch allen ernstes so eine Schwuchtel an den Schwanz. Hab ihm die Fresse poliert und Fuck, dass hat er verdient.“ Er schüttelte sich vor Ekel.
Er tat mir jetzt noch mehr leid. Nicht nur das er schon so lange auf der Straße lebte, nein, er musste bestimmt auch viel durchgemacht haben. Seinem Gemüt merkte man es vielleicht nicht an, aber ich wusste irgendwie, dass es in ihm verborgen war.
Wir saßen noch eine ganze Weile da und unterhielten uns über alles Mögliche. Hin und wieder sagte er wieder etwas Schmutziges und brachte mich so zum erröten. Irgendwann sah ich zum Himmel und mir viel auf das er seltsam Orange wirkte. Da viel es mir wie Schuppen von den Augen. Es war schon fast Abend.
„Oh Gott, ich muss gehen. Ich ...also…der Tag war sehr schön...aber...aber...“
Edward unterbrach mich.
„Wowowow....bleib ruhig, wo willst du jetzt hin. Ich mein, es ist noch nicht so spät und Fuck, es ist grade so...also Fuck, nein, du gehst jetzt nicht.“ Er klang ziemlich bestimmend, doch ich musste gehen. Meine Mutter würde mich umbringen. Sicher hatte sie schon lange trotz ihres Suffzustandes mitbekommen, dass ich nicht da war.
„Es tut mir so leid, aber ich muss gehen. Ich komm wieder, versprochen.“ Während ich das sagte, griff ich mir schon meine Tasche und sprang auf.
„FUCK SCHEIßE NEIN!“
Ich ignorierte ihn und rannte los. Das es ihm so viel ausmachte das ich ging, brachte mich zum Lächeln. Ich rannte so schnell ich konnte den Weg nach Hause. Ich schaffte es sogar dabei nicht zu stolpern. Als ich vor der Haustür stand und in meiner Tasche kramte viel mir ein, dass ich meinen Schlüssel in meinem Zimmer auf der Kommode hatte liegen lassen. Also musste ich klingeln.
Nach dem ersten Klingeln passierte nichts auch nicht nach dem zweiten oder dritten. Ich begann wild zu schellen und hörte plötzlich das Knistern der Gegensprechanlage. Meine Mutter lallte in den Hörer.
„Ja wer is daaaa?“
„Mum ich bin es, lass mich bitte rein.“
„DU HURE! Vergiss es duuuuu kanns mal schööön drausen bleiiben.“
Das konnte sie nicht ernst meinen. Nachts war es hier nicht sicher. Hier tummelten sich immer die ganzen Schläger und Dealer.
„Mum bitte, bitte tu das nicht,“ ein lautes Schluchzen entrang meiner Kehle “ich flehe dich an, lass mich rein, bitte.“
„NEIN.“
Und damit legte sie auf. Tränen rannen über meinem Gesicht. Ich klingelte noch eine Weile, aber sie reagierte einfach nicht. Ich brach auf der Treppe zusammen und weinte. Ich ließ die Tränen einfach laufen. Das würde eine schreckliche Nacht werden.
„FUCK, SO EINE SCHEIßE.“
Ich erkannte die Stimme sofort. Es war Edward. Aber was tat er hier. Ich sah ihn durch meinen Tränenschleier um die Ecke biegen. Er war voll beladen mit Rucksack, eingerolltem Schlafsack und Gitarrenkoffer. Abschließend hatte er auch noch eine Zigarette im Mund, die er jedoch verlor, als er mich entdeckte.
„Isabella? Was tust du um die Zeit hier unten. Fuck, ich dachte, du musst nach Hause? Scheiße hast du geweint?“
Edward kam auf mich zu gelaufen und kniete sich dann vor mich hin. Seinen Schlafsack ließ er achtlos zu Boden fallen. Mit seinen Händen umfasste er mein Gesicht und zwang mich so ihn anzusehen.
„Was ist los?“
„Ich...ich....ich...“ Heftige Schluchzer schüttelten mich. “ich weiß...weiß...nicht wohin.“
„Fuck, also zuerst beruhigst du dich mal und dann kommst du mit mir mit. Ich kenne da ein verlassenes Gebäude. Ich penne da nachts immer. Ist ne sichere Sache. Also ….kommst du mit?“ Ich nickte. Ich wusste ja nicht, was ich sonst tun sollte. Hier war es gleich nicht mehr sicher.
Edward schnappte sich wieder seinen Schlafsack. Als wir losgingen, umfasste er mit seinem freien Arm meine Taille und zog mich an seine Seite. Ich ließ es zu, vor allem aber auch, weil ich es selber mochte.
Wir gingen durch ziemlich üble Gegenden und durch einige Seitenstraßen. Kurz kam mir der Gedanke, dass Edward ja auch ein Vergewaltiger sein könnte. Doch das konnte ich mir selber nicht glauben. Das passte nicht zu ihm.
Nach dem wir in einer ruhigen Gegend angekommen waren steuerte Edward ein altes Gebäude an, das schon mal bessere Zeiten gesehen hatte. Wir betraten das Haus, nachdem Edward die Tür mit einem Blechstück aufgehebelt hatte. Er führte mich in den hintersten Raum und schloss die Tür nachdem wir beide drin waren.
Der Raum war ziemlich herunter gekommen. Von den Wänden blätterte die Farbe ab und vor dem Fenster hingen alte kaputte Gardinen. Es gab eine Matratze, die auf dem Boden lag und eine alte Campinglampe, die Edward gerade anzündete.
Ich beobachtete, wie er eine Wolldecke aus seinem Rucksack zog und sie über der Matratze ausbreitete. Dann schmiss er den Schlafsack oben drauf. Ich setzte mich vorsichtig neben Edward auf die Matratze und starrte auf meine Hände.
„Danke, dass du mich mitgenommen hast.“, flüsterte ich.
„Scheiße, du musst dich nicht bedanken. Ich mein, ist ja nicht meine Bude.“ Er grinste mich schelmisch an und ich musste es augenblicklich erwidern.
„Wieso wusstest du nicht wo du hin solltest?“
Ich schüttelte den Kopf. Wollte es ihm einfach nicht sagen. Ich konnte nicht über meine Mutter reden, die Tag für Tag betrunken war. Er nickte, als wenn er verstehen würde, dass ich nicht darüber sprechen wollte. So saßen wir einige Zeit da ohne zu sprechen. Meine Augenlider wurden immer schwerer, bis Edward es bemerkte.
„Lass uns schlafen. Sonst pennst du noch im sitzen. Ähm...ich dreh mich um und du machst dich fertig zum Schlafen? Ich guck auch nicht, ehren Wort.“ Damit drehte er sich um, kickte seine Schuhe von seinen Füßen und begann seine Hose zu öffnen.
Sollte ich meine auch ausziehen? Wahrscheinlich merkte er das. Ich beschloss es einfach zu tun. Es war sicher bequemer und Edward hatte sich ja weg gedreht. Ich meine, er zog seine Hose schließlich auch aus. Ich kickte meine Turnschuhe von den Füßen, zog meine Jacke aus und riss mir die Hose von den Hüften. Sobald ich sie los war, schmiss ich alles vor die Matratze und rutschte unter den Schlafsack.
Ein Blick zu Edward zeigte mir, dass er nicht nur seine Hose ausgezogen hatte, auch sein Shirt lag auf den Boden und offenbarte seinen tätowierten Rücken. Er war voll von verschlungenen Mustern und Symbolen. Mein Mund wurde schon wider trocken und meine Wangen begannen zu brennen. Seine Stimme riss mich aus meinem Gestarre.
„Kann ich mich umdrehen?“
„Äh, ja.“
Edward drehte sich augenblicklich mit einer geschmeidigen Bewegung zu mir und biss kurz auf seine volle unter Lippe. Mein Blick glitt wie aus Reflex zu seinen Shorts.
Oh mein...
Aus seinem rechten Bein seiner Shorts lugte rot und feucht und absolut hart seine Erektion. Mein Kopf wurde heiß, mein Herz raste, meine Augen wurden groß und in meiner Hose wurde es jetzt sehr feucht. Edward hob erst seine Augenbrauen fragend und blickte dann nach unten.
„Oh Shit, mein Schwanz ist zu lang für die Shorts und ich mach mir Gedanken darüber, dass ich ja nicht nackt schlafen kann, wie immer und dann schaut der einfach raus, als würde er nach dir suchen. Ach Fuck drauf...“ Und mit diesen Worten riss er sich die Shorts von den Beinen und schlenderte zu mir, legte sich zu mir unter den Schlafsack und grinste selbstzufrieden.
Oh mein Gott!
Ich kam zu spät und das hieß für mich, dass ich Aufmerksamkeit auf mich zog. Und Aufmerksamkeit war schlecht. Als ich die Klasse betrat und mit gesenktem Kopf auf meinem Platz zu lief, wurde ich mit Papier beworfen. Wenigstens war es nichts anderes. Es gab auch schon Tage an denen ich draußen mit Stöcken, Müll oder sogar einmal mit Steinen beworfen wurde.
Nur noch eine Weile dann war das alles vorbei.
Als die Schulglocke zur Pause klingelte, schlich ich mich an den anderen vorbei und ging zur Toilette, da ich wissen wollte, wie meine Stirn aussah. Zaghaft warf ich einen Blick in den beschmutzen Spiegel und war erstaunt, dass es gar nicht so schlimm war, wie ich vermutet hatte. Oben Links an meiner Stirn war eine aufgeschürfte Stelle, die jedoch bereits gereinigt war und so aussah als sei sie versorgt worden.
Ich hatte gar nicht gespürt, dass Edward mich überhaupt berührt hatte, andererseits hatte ich auch meine ganze Aufmerksamkeit auf sein Äußeres gelegt. Ich sollte mich bei ihm bedanken, auch wenn ich nicht wusste wie, nachdem ich wie ein Kleinkind davongelaufen war.
Ein lächeln schlich sich auf mein Gesicht. Er hatte mit mir gesprochen und mich sogar berührt. Meine Haut begann augenblicklich zu prickeln. Ich genoss das wunderbare Gefühl, die die Erinnerungen mit sich brachte.
Doch das hielt nicht lange.
Mit eine lauten Knall flog die Toiletten Tür auf und Tanya trat mit ihrer Gefolgschaft ein. Sie blieb abrupt stehen und sah mich abfällig grinsend an.
„Na, hat der Freak sich erholt? Du bist aber auch ein tollpatschiges Stück Dreck!“, warf sie mir an den Kopf und Lauren und Jessica begannen sofort zu lachen.
Ich wollte mit gesenktem Kopf an den dreien vorbei gehen und schnell einen großen Abstand zwischen uns bringen. Jedoch gelang es mir nicht. Alle drei traten mich, als ich an ihnen vorbei ging.
Aua, immer aufs Schienbein!
Als ich die Toiletten verlassen hatte und ich das abfällige Gelächter nicht mehr hören konnte, fasste ich den Entschluss, heute einmal ein paar Stunden zu schwänzen. Ich hatte bis heute noch nie geschwänzt, aber einmal konnte ich das doch auch tun. Ich ging mit laut klopfendem Herzen zum Schultor und durchquerte es ohne Probleme mit gesenktem Kopf.
Ich wagte es nicht den Kopf zu heben, bis ich weit genug entfernt war und wusste, dass man die Schule nicht mehr sehen konnte. Ich beschloss zurück zu Edward zu gehen um mich wenigstens zu bedanken. Nur wie? Ich war schließlich wie ein Kleinkind vor ihm davon gelaufen.
Mein Blick viel auf eine McDonalds Filiale und ich erinnerte mich an den Pappbecher der von hier stammte. Er hatte sicher Hunger und brauchte etwas Warmes zu trinken. Morgens war es noch sehr kalt und er saß dort in seinem T-Shirt. Ich hatte noch ein paar Dollar in meiner Tasche und fand, dass es etwas Gutes war, in das ich investieren konnte. Da ich ja nicht wissen konnte was er mochte, kaufte ich einige Cheeseburger. Jeder mochte Cheeseburger, also konnte ich damit nicht falsch liegen.
Hoffentlich!
Abschließend besorgte ich noch einen Kaffee und nahm ein Päckchen Zucker und Milch für ihn mit. Wenn er kein Kaffee mochte, hatte ich noch genug Geld, um ihm einen Tee zu besorgen. Das war ich ihm mindestens schuldig.
Bepackt mit dem Kaffeebecher und einer braunen McDonalds Tüte trat ich den Weg zurück zu Edward an. Ich hoffte, dass er nicht weitergezogen war. Nicht jetzt, wo er mit mir gesprochen hatte. Ich machte mir keine Illusionen. Ich wusste, dass ich absoluter Durchschnitt war und die Leute mich als Freak sahen. Sie ließen es mich ja jeden Tag aufs Neue spüren.
Als ich in die Straße einbog, wo Edward sein Lager errichtet hatte, atmete ich erleichtert aus, als ich ihn auf seinem Schlafsack sitzen sah. Natürlich hatte er wieder eine Zigarette zwischen seinen langen Fingern. Die Finger, mit denen er mich berührt hatte.
Er hatte seine Arme locker auf seinen Knien liegen und starrte Finster geradeaus. Ich beobachtete, wie er seine Zigarette an seine vollen Lippen brachte und an ihr zog. Er inhalierte offensichtlich den Qualm, schloss seine Augen und kniff sich in den Nasenrücken. Dann entließ er den Rauch wieder. Ob ihn irgendwas bedrückte? Natürlich, schließlich sitzt er auf der Straße!
Desto näher ich ihm kam, desto wilder pochte mein Herz und meine Hände begannen so stark zu zittern, dass beinah der Kaffee überschwappte, trotz Deckel. Ich versuchte mich gerade zu beruhigen, als ich auf eine leere Bierdose trat und so ein lautes metallenes Geräusch verursachte.
Edwards Kopf schoss sofort zu mir und sah mich dann ziemlich perplex an. Er will dich nicht mehr sehen, er hält dich sicher für ein dummes Kind! Der Gedanke machte mir Angst und ich trat nervös von einem auf den andern Fuß. Seine Mundwinkel verzogen sich zu einem unglaublichen schiefen Lächeln, was mein Herz nur noch wilder Pochen ließ.
„Du bist wieder da.“, bemerkte er und musterte mich dabei langsam von oben bis unten.
„Ja ich...ich..ha..habdirwaszuessenmitgebracht.“
„WAT?“
Jetzt war mir das alles richtig peinlich. Ich konnte keinen geraden Satz zu Stande bringen und jetzt dachte er sicher, ich sei geistig zurück geblieben. Ich atmete tief durch.
„Ich hab dir etwas zu Essen mitgebracht, um mich zu bedanken.“
„Von Mäkkes?“
„Ja“
„Und was hast du mir mitgebracht?“
„Cheeseburger und Kaffee.“
„Fuck, du bist einfach....Süß! Okay, aber nur, wenn du mit mir isst.“
Er wollte mit mir gemeinsam essen? Ich warf einen Blick in sein Gesicht. Erwartungsvoll sah er mich an. Ich nickte und sein Lächeln wurde überwältigend. Edward klopfte auf seinen Schlafsack direkt neben sich. Ich folgte augenblicklich seiner Einladung und setzte mich neben ihn.
„Du bist früh dran heute, normalerweise sehe ich dich erst später zurückkommen. Ich meine, die Fotzen sind auch nirgends am Scheiße labern zu sehen.“ Edward schien sehr aufmerksam zu sein. Beobachtete er mich etwa?
Ich reichte ihm seinen Kaffee und stellte die Tüte mit den Cheeseburgern vor uns geöffnet hin, bevor ich zu einer Antwort ansetzte. Es war mir etwas unangenehm. Ich beobachtete noch, wie Edward einen Schluck von seinem Kaffee nahm. Sein Adamsapfel hüpfte verführerisch auf und ab während er schluckte.
„Ich hab...also ich bin gegangen. Ich mach das sonst nie, aber heute war ein Tag, wo es einfach nötig war.“ Meine Stimme war nur ein flüstern.
„Also mit gegangen meinst du das du heute auf die Schule geschissen hast, richtig? Mach dir nichts draus, bei den Fotzen müsst ich mir auch andauernd frei nehmen.“ Edward kicherte leise, als ich ihn verblüfft ansah und zwinkerte mir zu.
„Du siehst aus wie ein Reh, dem man ne Knarre vor die Nase hält. Ich penne auf einem alten Schlafsack in einer ziemlich abgefuckten Gegend. Dachtest du etwa, dass ich dich übers Knie lege und deinen Knackarsch versohle? Öhm....“
Oh mein....
Edward war abrupt verstummt und sah mich mit einem forschenden Blick an, als wenn er auf eine bestimmte Reaktion warten würde. Ich spürte wie meine Wangen unter seinem intensiven Blick anfingen zu glühen. Edward griff nach einem Cheeseburger, wickelte ihn aus dem Papier und biss beherzt hinein. Auch ich aß einen Cheeseburger, allerdings brauchte ich länger für einen als Edward.
„Du hast viele Tattoos.“, platzte es aus mir heraus, bevor ich darüber auch nur nachdenken konnte.
„Ja, ist kaum zu übersehen.“
„Ist deine ganze Brust tätowiert?“
Edward schob sich sein letztes Stück Cheeseburger in den Mund. Danach drehte er sich so, dass wir uns genau gegenüber saßen und zog sein Shirt nach oben. Als erstes viel mir der Schriftzug auf, den ich vorher nicht richtig erkennen konnte. Direkt über seiner Brust standen die Worte Fuck the World. Darunter befand sich ein Geflecht aus Mustern, das sich unter dem Schriftzug schlängelte und eine Verbindung zu seinen tätowierten Armen ebnete.
Seine Brust war klar definiert. Ich konnte die einzelnen Muskeln sehen, die sich deutlich abzeichneten. Seine Jeans saß tief auf seinen Hüften. Mein Mund wurde ganz trocken. Ich sog jede Einzelheit seines Oberkörpers in mich auf und wollte ihn am liebsten berühren.
„Baby, wenn du mich weiter Blickfickst springt mein Schwanz gleich aus der Hose.“, stieß er rau aus.
Bei seinen Worten riss ich meine Augen auf. In einer Sekunde war er süß und in der anderen sprach er so dreckig, dass ich fühlte, wie mein Höschen überschwemmt wurde. Wieso sprang ich so darauf an? Ich hatte keinerlei Erfahrung in dieser Hinsicht und er....war Obdachlos und absolut Vulgär.
„Ähm, dann wird es Zeit für eine Neue, wenn sie so instabil ist.“ Ich wusste nicht, wo ich den Mut hernahm, aber die Worte krochen einfach so aus meinem Mund.
„Scheiße, du machst mich heiß, wenn du mir kontra gibst. Das ist unglaublich sexy. Du hast dich da vollgesabbert.“ Vollgesabbert?
Edward beugte sich vor und strich vorsichtig mit seinem Daumen über meinen Mundwinkel, dann fuhr er zu meinem Kinn hinab und ein kleines Lächeln stahl sich auf sein Gesicht. Wie sehr hatte ich mich denn eingesaut?? Anschließend fuhr er wieder zu meinem Mund und sein Daumen strich langsam über meine Unterlippe. Edwards volle Lippen öffneten sich einen Spalt und er sah mich mit einem Ausdruck an den ich nicht verstand. Hatte er noch Hunger?
Er schüttelt seinen Kopf kurz als wolle er einen Gedanken vertreiben und lehnte sich zurück.
Ich war noch ganz benebelt von seiner Nähe. Schockiert beobachtete ich, wie er seinen Daumen in den Mund nahm und die rote Substanz wegleckte, die er von meinem Gesicht geschöpft hatte. Dabei griff er sich einfach in den Schritt. Oh Gott, ich hatte mich ernsthaft mit Ketschup voll geschmiert.
„Also Isabella, was ist mit dir? Wie alt bist du? Was ist deine Geschichte?“
Seine Fragen trafen mich unvorbereitet. Meine Geschichte konnte ich nicht erzählen. Es ging einfach nicht. Sie hatte einfach kein Happy End.
„Ich bin 17 und Schülerin.“ Das war knapp aber umfasste, wenigstens den jetzigen Stand meiner Person.
„Und du?“, fragte ich zaghaft. Ich brannte darauf mehr über diesen schönen Mann zu erfahren und vielleicht auch von mir ablenken.
„Ich bin 24, Single, Sternzeichen Zwillinge, wo ich wohne siehst du ja.“ Das klang nach einer Kontaktanzeige für Singles.
„Warum..warum wohnst du...also wieso...“ Ich räusperte mich.“ Wieso lebst du hier?“
Er machte einen Schmollmund und zog eine Augenbraue hoch, als müsse er überlegen, wie er es sagen solle.
„Es lief nicht gut für mich. Ich hab Musik gemacht und alles ging schief. Dann hab ich irgendwie alles verloren und bin auf der Straße gelandet. Aber das ist nur vorüber gehend.“
„Wie lange lebst du schon auf der Straße?“
„Drei Jahre. Es war nicht immer leicht. Einmal war ich auf ner Bahnhofstoilette pissen und da wollte mir doch allen ernstes so eine Schwuchtel an den Schwanz. Hab ihm die Fresse poliert und Fuck, dass hat er verdient.“ Er schüttelte sich vor Ekel.
Er tat mir jetzt noch mehr leid. Nicht nur das er schon so lange auf der Straße lebte, nein, er musste bestimmt auch viel durchgemacht haben. Seinem Gemüt merkte man es vielleicht nicht an, aber ich wusste irgendwie, dass es in ihm verborgen war.
Wir saßen noch eine ganze Weile da und unterhielten uns über alles Mögliche. Hin und wieder sagte er wieder etwas Schmutziges und brachte mich so zum erröten. Irgendwann sah ich zum Himmel und mir viel auf das er seltsam Orange wirkte. Da viel es mir wie Schuppen von den Augen. Es war schon fast Abend.
„Oh Gott, ich muss gehen. Ich ...also…der Tag war sehr schön...aber...aber...“
Edward unterbrach mich.
„Wowowow....bleib ruhig, wo willst du jetzt hin. Ich mein, es ist noch nicht so spät und Fuck, es ist grade so...also Fuck, nein, du gehst jetzt nicht.“ Er klang ziemlich bestimmend, doch ich musste gehen. Meine Mutter würde mich umbringen. Sicher hatte sie schon lange trotz ihres Suffzustandes mitbekommen, dass ich nicht da war.
„Es tut mir so leid, aber ich muss gehen. Ich komm wieder, versprochen.“ Während ich das sagte, griff ich mir schon meine Tasche und sprang auf.
„FUCK SCHEIßE NEIN!“
Ich ignorierte ihn und rannte los. Das es ihm so viel ausmachte das ich ging, brachte mich zum Lächeln. Ich rannte so schnell ich konnte den Weg nach Hause. Ich schaffte es sogar dabei nicht zu stolpern. Als ich vor der Haustür stand und in meiner Tasche kramte viel mir ein, dass ich meinen Schlüssel in meinem Zimmer auf der Kommode hatte liegen lassen. Also musste ich klingeln.
Nach dem ersten Klingeln passierte nichts auch nicht nach dem zweiten oder dritten. Ich begann wild zu schellen und hörte plötzlich das Knistern der Gegensprechanlage. Meine Mutter lallte in den Hörer.
„Ja wer is daaaa?“
„Mum ich bin es, lass mich bitte rein.“
„DU HURE! Vergiss es duuuuu kanns mal schööön drausen bleiiben.“
Das konnte sie nicht ernst meinen. Nachts war es hier nicht sicher. Hier tummelten sich immer die ganzen Schläger und Dealer.
„Mum bitte, bitte tu das nicht,“ ein lautes Schluchzen entrang meiner Kehle “ich flehe dich an, lass mich rein, bitte.“
„NEIN.“
Und damit legte sie auf. Tränen rannen über meinem Gesicht. Ich klingelte noch eine Weile, aber sie reagierte einfach nicht. Ich brach auf der Treppe zusammen und weinte. Ich ließ die Tränen einfach laufen. Das würde eine schreckliche Nacht werden.
„FUCK, SO EINE SCHEIßE.“
Ich erkannte die Stimme sofort. Es war Edward. Aber was tat er hier. Ich sah ihn durch meinen Tränenschleier um die Ecke biegen. Er war voll beladen mit Rucksack, eingerolltem Schlafsack und Gitarrenkoffer. Abschließend hatte er auch noch eine Zigarette im Mund, die er jedoch verlor, als er mich entdeckte.
„Isabella? Was tust du um die Zeit hier unten. Fuck, ich dachte, du musst nach Hause? Scheiße hast du geweint?“
Edward kam auf mich zu gelaufen und kniete sich dann vor mich hin. Seinen Schlafsack ließ er achtlos zu Boden fallen. Mit seinen Händen umfasste er mein Gesicht und zwang mich so ihn anzusehen.
„Was ist los?“
„Ich...ich....ich...“ Heftige Schluchzer schüttelten mich. “ich weiß...weiß...nicht wohin.“
„Fuck, also zuerst beruhigst du dich mal und dann kommst du mit mir mit. Ich kenne da ein verlassenes Gebäude. Ich penne da nachts immer. Ist ne sichere Sache. Also ….kommst du mit?“ Ich nickte. Ich wusste ja nicht, was ich sonst tun sollte. Hier war es gleich nicht mehr sicher.
Edward schnappte sich wieder seinen Schlafsack. Als wir losgingen, umfasste er mit seinem freien Arm meine Taille und zog mich an seine Seite. Ich ließ es zu, vor allem aber auch, weil ich es selber mochte.
Wir gingen durch ziemlich üble Gegenden und durch einige Seitenstraßen. Kurz kam mir der Gedanke, dass Edward ja auch ein Vergewaltiger sein könnte. Doch das konnte ich mir selber nicht glauben. Das passte nicht zu ihm.
Nach dem wir in einer ruhigen Gegend angekommen waren steuerte Edward ein altes Gebäude an, das schon mal bessere Zeiten gesehen hatte. Wir betraten das Haus, nachdem Edward die Tür mit einem Blechstück aufgehebelt hatte. Er führte mich in den hintersten Raum und schloss die Tür nachdem wir beide drin waren.
Der Raum war ziemlich herunter gekommen. Von den Wänden blätterte die Farbe ab und vor dem Fenster hingen alte kaputte Gardinen. Es gab eine Matratze, die auf dem Boden lag und eine alte Campinglampe, die Edward gerade anzündete.
Ich beobachtete, wie er eine Wolldecke aus seinem Rucksack zog und sie über der Matratze ausbreitete. Dann schmiss er den Schlafsack oben drauf. Ich setzte mich vorsichtig neben Edward auf die Matratze und starrte auf meine Hände.
„Danke, dass du mich mitgenommen hast.“, flüsterte ich.
„Scheiße, du musst dich nicht bedanken. Ich mein, ist ja nicht meine Bude.“ Er grinste mich schelmisch an und ich musste es augenblicklich erwidern.
„Wieso wusstest du nicht wo du hin solltest?“
Ich schüttelte den Kopf. Wollte es ihm einfach nicht sagen. Ich konnte nicht über meine Mutter reden, die Tag für Tag betrunken war. Er nickte, als wenn er verstehen würde, dass ich nicht darüber sprechen wollte. So saßen wir einige Zeit da ohne zu sprechen. Meine Augenlider wurden immer schwerer, bis Edward es bemerkte.
„Lass uns schlafen. Sonst pennst du noch im sitzen. Ähm...ich dreh mich um und du machst dich fertig zum Schlafen? Ich guck auch nicht, ehren Wort.“ Damit drehte er sich um, kickte seine Schuhe von seinen Füßen und begann seine Hose zu öffnen.
Sollte ich meine auch ausziehen? Wahrscheinlich merkte er das. Ich beschloss es einfach zu tun. Es war sicher bequemer und Edward hatte sich ja weg gedreht. Ich meine, er zog seine Hose schließlich auch aus. Ich kickte meine Turnschuhe von den Füßen, zog meine Jacke aus und riss mir die Hose von den Hüften. Sobald ich sie los war, schmiss ich alles vor die Matratze und rutschte unter den Schlafsack.
Ein Blick zu Edward zeigte mir, dass er nicht nur seine Hose ausgezogen hatte, auch sein Shirt lag auf den Boden und offenbarte seinen tätowierten Rücken. Er war voll von verschlungenen Mustern und Symbolen. Mein Mund wurde schon wider trocken und meine Wangen begannen zu brennen. Seine Stimme riss mich aus meinem Gestarre.
„Kann ich mich umdrehen?“
„Äh, ja.“
Edward drehte sich augenblicklich mit einer geschmeidigen Bewegung zu mir und biss kurz auf seine volle unter Lippe. Mein Blick glitt wie aus Reflex zu seinen Shorts.
Oh mein...
Aus seinem rechten Bein seiner Shorts lugte rot und feucht und absolut hart seine Erektion. Mein Kopf wurde heiß, mein Herz raste, meine Augen wurden groß und in meiner Hose wurde es jetzt sehr feucht. Edward hob erst seine Augenbrauen fragend und blickte dann nach unten.
„Oh Shit, mein Schwanz ist zu lang für die Shorts und ich mach mir Gedanken darüber, dass ich ja nicht nackt schlafen kann, wie immer und dann schaut der einfach raus, als würde er nach dir suchen. Ach Fuck drauf...“ Und mit diesen Worten riss er sich die Shorts von den Beinen und schlenderte zu mir, legte sich zu mir unter den Schlafsack und grinste selbstzufrieden.
Oh mein Gott!
Samstag, 16. Juni 2012
Kapitel 1
Isabella POV
„DU VERDAMMTES STÜCK SCHEIßE KOMM DA ENDLICH RAUS.ICH SCHWÖRE DIR, WENN ICH DICH IN DIE SCHEIß FINGER BEKOMME, BRING ICH DICH UM!!“
Ich saß mit dem Rücken zu meiner Tür und die Hände auf meine Ohren gepresst. Aber das konnte mich nicht davor bewahren, die Schreie meiner Mutter zu hören. Sie war betrunken wie so oft.
Ich konnte mich kaum noch daran erinnern, wie es war, meine Mutter nüchtern zu erleben.
So war sie schon seit Jahren, seit der Sache mit....ich konnte nicht einmal seinen Namen denken. Es tat zu sehr weh.
Meine Mutter brüllte weiter und aus lauter Verzweiflung begann ich laut zu summen.
Mein Summen übertönte ihr Geschrei nicht ganz aber es half. Bald würde sie anfangen gegen die Tür zu treten, dann würde sie weinen und zu guter letzt würde sie grummelnd aufgeben und sich zurück auf das blaue Sofa setzten, das im Wohnzimmer stand. Sie würde wieder den billigen Fusel trinken und einschlafen. Wie jeden Tag.
Ich warf einen Blick auf meine Uhr, die auf meinem alten kleinen Nachttisch stand. Die Digitalanzeige verriet mir, dass es 7:22 Uhr war. Ich musste bald los. Noch fünf Minuten dann würde sie sicher schlafen. Sie war bereits wieder im Wohnzimmer. Ich hatte gehört, wie sie davon schlurfte und irgendetwas umwarf.
Es war mittlerweile 7:31 Uhr und somit musste ich los. Leise schloss ich die Tür meines Zimmers auf und schlich so leise wie möglich zur Haustür. Dabei bemerkte ich, dass meine Mutter eine Vase mit vertrockneten Rosen umgeworfen hatte. Sie wirkten wie Staub, so alt waren sie schon.
Es waren die letzten Blumen gewesen, die mein Vater meiner Mutter mitgebracht hatte, bevor er sich mit unserem Verlängerungskabel am Deckenventilator im Flur erhängt hatte. Ich schüttelte meinen Kopf, um die grausamen Bilder los zu werden, die sich in meine Gedanken gedrängt hatten.
Mit einem knarrenden Geräusch öffnete sich die Haustür und ich zog sie kurz darauf leise hinter mir wieder zu. Als die Tür endlich ins Schloss viel atmete ich einen Schwall Luft aus.
Ich hatte meine Hände tief in den Taschen meines Parkers vergraben und lief mit gesenktem Kopf den üblichen Weg zur Schule entlang. Es war das letzte Jahr. Nur noch ein paar Wochen und ich hatte es geschafft. Dann musste ich mich nie wieder der Schikane meiner Klassenkameraden aussetzen. Nur noch ein paar Wochen...
Ich dachte die Worte immer und immer wieder jeden Tag. Nur so konnte ich die Schule ertragen. Ich hatte eben nicht so tolle Kleider wie die anderen. Meine Kleidung war relativ alt und einige Pullover und Hosen waren zerschlissen und hatten Löcher. Ich wusch sie immer, doch das änderte nichts daran, dass sie alt wirkten, was sie ja auch waren.
Ich war auch sonst nicht hübsch. Mein Haar viel mir immer in mein Gesicht und ich versteckte mich dahinter. Meine Haut war leichenblass und meine Augen waren ein langweiliges Braun. Ich war langweiliger Durchschnitt.
Ich hatte alles was ein Opfer brauchte. Ich werte mich nie. Lies alles über mich ergehen. Wenn Lehrer mich fragten, ob alles in Ordnung sei, sagte ich ja. Ich hasste die Schule und mein Leben zu Hause.
Doch es gab eine Sache, die dafür sorgte, dass ich mich einmal am Tag besser fühlte. Und genau dieser Sache kam ich gerade näher. Er war etwas älter als ich, hatte wildes bronzefarbenes Haar und unglaubliche Grüne Augen. Auf seinen Armen hatte ich schon einige male verschlungene Tätowierungen bemerkt, war jedoch nie nah genug an ihm vorbei gegangen, um zu erkennen was es für ein Muster war. Ich spürte seinen Blick auf mir und senkte meinen Kopf etwas mehr, um mich unsichtbar zu machen.
Er war seit ein paar Wochen immer am selben Platz. Er lehnte an einer Häuserwand, seine Beine waren angewinkelt und seine Arme lagen lässig auf den Knien. Er hielt eine Zigarette zwischen seinen langen tätowierten Fingern.
Es tat mir leid, dass ein so schöner Mensch auf der Straße lebte und gerade mal einen Schlafsack und einen Rucksack besaß. Nicht zu vergessen der Pappbecher von McDonalds, der vor ihm stand.
Ich schielte jedes Mal zu ihm herüber, wenn ich an ihm vorbei ging und jedes Mal sah ich, dass er seinen Kopf schief hielt und mich mit seinen Blicken verfolgte. Ich verlangsamte meine Schritte etwas, um wenigsten eine paar Sekunden heraus zu schlagen, in denen ich ihn beobachten konnte. Dabei viel mir jedoch das hohle Gekicher zu spät auf, dass sich mir schnell nährte.
Jemand stieß mich hart gegen den Rücken, so dass ich ins Straucheln kam und über irgendetwas stolperte, vermutlich über meine eigenen Füße. Ich schaffte es nicht mehr meine Arme auszustrecken, um meinen Sturz abzufangen und so landete ich in eine Pfütze und schlug mit der Stirn auf den Asphalt auf.
Ich hörte ein lautes Lachen und sah noch, wie Tanja, Lauren und Jessica lachend davon rannten. Sie gingen in meine Klasse und ich war oft das Opfer ihrer Erniedrigungen. Mir schossen die Tränen in die Augen, so dass ich mir auf die Lippen beißen musste, um sie zurück zu halten. Meine Haare und Kleidung waren nass und ich fing bereits an zu zittern.
Jemand packte meinen Arm und ich entließ ein lautes Schluchzen. Ich riss meinen Kopf nach oben und sah in zwei wunderschöne grüne Augen. In seine grünen Augen. Wie konnte ein Obdachloser nur so attraktiv sein? Er strich mir sanft mit seinen Fingerknöchel meine Tränen weg, die sich bereits ihren Weg über meine Wangen gebahnt hatten.
„Komm mit.“, forderte er mit einer Stimme, die melodischer und schöner war, als alles was ich je zuvor gehört hatte.
Er zog mich an den Armen nach oben, nahm meine Schultasche und führte mich langsam zu seinem Schlafplatz. Dort angekommen, drückte er mich bestimmend auf seinen Schlafsack. Mein Herz schlug wild und holpernd in meiner Brust, so dass ich dachte, es würde gleich herausspringen. Er ließ meine Tasche achtlos zu Boden fallen und kniete sich neben mich hin.
Das war das erste Mal, dass ich ihn von nahem sah. Seine Gesichtszüge waren klar definiert.
Seine grünen Augen waren von einem Kranz dunkler und dichter Wimpern umrahmt, hohe Wangenknochen sowie eine gerade Nase und volle geschwungene Lippen zierten sein vollkommenes Gesicht.
Aus dem Kragen seines Shirts lugte ein Teil einer weiteren Tätowierung heraus. Unter seinem Shirt zeichneten sich seine Brustmuskeln ab und ich musste dem Drang widerstehen, ihn zu berühren.
„Alles okay?“ So schön melodisch klang seine Stimme. Er machte sich wirklich, um mich sorgen. Um mich. Einen niemand. Ich war gerührt.
Ich nickte ihm als Antwort nur zu, da ich momentan nicht in der Lage war, auch nur einen vernünftigen Satz heraus zu bringen.
„Wenn ich die Fotzen in die Finger bekomme, ramme ich ihnen meine Faust in ihre dürren Ärsche.“, spie er wütend aus! Ich wusste nicht wie ich reagieren sollte. Seine Worte waren so vulgär, klangen aber wie purer Sex mit seiner Stimme.
„W..w..warum?“ Meine Stimme versagte mir und ich spürte erneut Tränen in meinen Augen aufsteigen. Für mich setzte sich niemand ein. Das machten die Leute einfach nicht. Er zog seine Stirn kraus und zog einen Schmollmund, der mehr als verführerisch aussah.
„Weil sie anscheinend nur Scheiße in ihren hohlen Birnen haben.“, erklärte er. Er wirkte so wütend und das, obwohl wir uns nicht kannten!
„Wie geht’s deinem Kopf.“, fragte er und ein besorgter Unterton schwang in seiner Stimme mit. Jetzt wo er mich fragte, spürte ich das dumpfe Pochen in meiner Stirn und wollte mir automatisch an den Kopf fassen, doch seine Hand hielt meine auf.
„Denk nicht mal dran, der Scheiß muss schon so genug weh tun. Nicht nötig, dass du noch zusätzlich an deiner Stirn herumstocherst. Lass mich das machen.“ Ich riss vor Überraschung die Augen auf und zuckte vor seiner Hand zurück. Ich konnte es einfach nicht fassen, dass er mir helfen wollte und war mit der Situation schlichtweg überfordert.
Empört schnaufte er mich an.
„Fuck, ich hab keine verschissenen Krankheiten oder so´n Scheiß und ich werde dir auch nicht an deine süßen Titten grabschen. Nur weil ich grade lebe wie der letzte Penner, hab ich nicht gleich meinen Anstand verloren.“
Welcher Anstand?
„Nein ich habe keine Angst, ich war nur...ähm...ü..überrascht.“, gestand ich ihm. Ich wollte nicht, dass er dachte, dass ich ihn ekelig fand oder so. Das war er ganz sicher nicht! Ich fühlte, wie meine Wangen anfingen vor Scham zu brennen.
„Der Scheiß ist schon echt süß! Wie ist dein Name?“
Was war Süß?
„Ähm...I..I..Isabella.“
Er gluckste leise vor sich hin. Wahrscheinlich wegen meines Gestotter!
„Okay I..I..Isabella, ich bin Edward mit einem E.“, verkündete er auch prompt lachend.
Wenn ich vorher noch nicht rot wie eine Ampel war, dann jetzt ganz sicher. Es war mir peinlich, dass ich es nicht hinbekam normal mit ihm zu reden und stattdessen klang, als hätte ich eine ausgewachsene Sprachstörung. Aber jetzt wusste ich wenigstens seinen Namen. Edward. Edward.
Sein Name passte so gar nicht zu seinem punkigen Auftreten oder war es doch mehr das Aussehen eines Rockers? Ich konnte mich nicht entscheiden. Einerseits war er mit seinen Springerstiefeln und den tiefsitzenden Jeans einem Punk ähnlich, andererseits war der Rest von ihm das, was ich mir unter einen Rocker vorstellte. Das Unrasierte, sein wirres Haar, die samtig rauchige Stimme.
Er hatte so viele Tätowierungen, dass ich nicht wusste, wo der Anfang war und wo das Ende.
Auf seinen Fingerknöchel der rechten Hand prangte ein „FUCK“ und auf den der linken ein „YOU“. Seine samtene Stimme riss mich aus meinen Gedanken.
„Gefallen dir meinen Fingerchen? Du kannst sie auch gerne anfassen oder was anderes von mir. Wenn du willst, zieh ich die scheiß Klamotten aus und wir robben uns hier eine Runde über den Drecksboden.“
„Was? Ich...ähm...nein....ich...ich..muss zur Schule.“, stotterte ich ihm entgegen und sprang auf. Ich griff nach meiner Tasche und rannte los. Ich wusste nicht einmal wieso. Seine Worte machten mir keine Angst sondern genau das Gegenteil war der Fall. Sie lösten ein wohliges Kribbeln in mir aus.
„Scheiße...WARTE DOCH! ICH HABS NICHT SO GEMEINT!.....FUCK.“
Ich hörte zwar, dass er mir hinterher brüllte, doch ich konnte nicht mehr stoppen und rannte geradewegs in die nächste Hölle.
Die Schule!
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